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Rendsburg Norla hofft auf 70.000 Besucher
Lokales Rendsburg Norla hofft auf 70.000 Besucher
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13:35 04.09.2017
Von Hans-Jürgen Jensen
Züchter Sven Peters führt "Jerpe" vor. Das Schleswiger Kaltblut gehört zu den aussterbenden Pferderassen und ist bei der Norla zu sehen. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
Rendsburg

Rinder, Schweine, Pferde, Esel, Ziegen, Schafe, Rettungs- und Suchhunde: Knapp 300 Tiere sehen die Besucher ab Donnerstag bei der Norla auf dem Messegelände in Rendsburg-Süd. Dabei sind auch vom Aussterben bedrohte Rassen, sagt Heiner Kahle, der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Schleswig-Holsteinischer Tierzüchter. Er zählt auf: Schleswiger Kaltblüter, Bentheimer Schafe, Weißköpfige Fleischschafe, Shorthornrinder. Kahle ist verantwortlich für die Landestierschau, die im Mittelpunkt der Norla steht. Er verspricht "Tierzucht zum Anfassen".

Messegelände komplett ausgebucht

Obwohl die Landwirtschaft im Moment schwierige Zeiten durchlebe, habe er "Grund zur Freude", sagte Stephan Gersteuer, Generalsekretär beim Bauernverband. Denn "die Norla brummt richtig". Das Messegelände in Rendsburg-Süd sei komplett ausgebucht. "Wir hätten mehr Ausstellungsfläche vermieten können." Auch wenn die Ernte noch nicht eingebracht ist, hofft Gersteuer auf hohe Besucherzahlen. "Irgendwann steigen die Landwirte vom Schlepper und sagen, jetzt habe ich genug gedrillt".

Der digitale Bauernhof

Ein großes Thema bei der Norla ist die Digitalisierung auf den Bauernhöfen. Die Messe rennt damit offene Türen ein, meint Peter Levsen Johannsen, der Geschäftsführer der Landwirtschaftskammer. "Landwirte sind technikaffin, manche sind auch technikbesoffen."  So präsentiere die Messe digitale Steuerungstechnik für die Fütterung der Tiere und die Bewässerung der Felder. Die Fachhochschule Westküste führe einen Roboter vor, der selbstständig in Baumschulen und auf Gemüsefeldern Unkraut jäten könne.

Tägliche Tierparaden

Die Norla ist von Donnerstag bis Sonntag täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Zur Landestierschau gehören tägliche Vorführungen und Tierparaden. Die Tageskarte kostet für Erwachsene acht Euro, für Rentner und Menschen mit Behinderung sechs Euro, für Schüler vier Euro.

Die Stadt Rendsburg hat mehr Luft unter ihrem Schuldendeckel von 60 Millionen Euro. Denn nach den neusten Zahlen des Rathauses verbessert sich die Finanzlage im laufenden Jahr. Demzufolge sinkt die Gesamtverschuldung zum Jahresende auf rund 57,9 Millionen Euro.

Hans-Jürgen Jensen 04.09.2017

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