Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Rendsburg Mission in Rendsburg noch nicht beendet
Lokales Rendsburg Mission in Rendsburg noch nicht beendet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:09 03.09.2019
Von Hans-Jürgen Jensen
Ihre erste Amtszeit endet: Die beiden Pröpste Sönke Funck (links) und Matthias Krüger stellen sich der Wiederwahl. Quelle: Hans-JürgenJensen
Rendsburg

So sieht Zufriedenheit aus: "Wir sehen dass die Zusammenarbeit ausgezeichnet funktioniert", sagt Dirk Homrighausen vom Nominierungsausschuss für die Pröpste-Wahl im Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde. "Wir sind sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit mit den beiden Pröpsten." Der Eckernförder Pastor spricht von einer "guten geistlichen Leitung" der beiden führenden Theologen im evangelischen Kirchenkreis. "Wir haben das Gefühl, hier wird richtig gut gearbeitet."

Draußen vor der Tür

Homrighausen spricht da stellvertretend für den neunköpfigen Kirchenkreisrat, in dem ehrenamtliche Vertreter aus den 37 Kirchengemeinden aus Rendsburg-Eckernförde die Mehrheit haben. Dieses Gremium habe Funck und Krüger einstimmig in zwei getrennten geheimen Abstimmungen für die Wiederwahl nominiert. Gegenkandidaten habe es nicht gegeben. Es sei eine Abstimmung ohne Einflussnahme durch die Amtsträger gewesen. Funck: "Wir standen draußen vor der Tür."

Neue Amtszeit der Pröpste ab Juni 2020

Die Nominierung fand bereits im Februar statt. Hätte sich das Gremium nämlich nicht einigen können, hätte es eine komplizierte und langwierige Suche nach anderen Kandidaten gegeben. Die Zeit wäre den Angaben zufolge womöglich knapp geworden. Denn die neue Amtszeit beginnt am 1. Juni 2020. Dann sind die ersten zehn Jahre für die beiden Pröpste um.

Kirchensteuern sinken

"Ich habe nicht das Gefühl, dass meine Arbeit erledigt wäre", erklärte der 56 Jahre alte Sönke Funck. Der Kirchenkreis stehe "in einer Umbruchsituation". Die Zahl der Gemeindeglieder gehe zurück, es mangele an Pastoren. Außerdem gehen die Steuereinnahmen nach Angaben des Kirchenkreises zurück. Funck: "Wir wollen das gestalten, und nicht den Untergang singen."

Vom Ostseestrand bis zum Heavy-Metal-Dorf Wacken

Lust zum Weitermachen versprüht auch der 54 Jahre alte Matthias Krüger. "Ich bin mit großer Freude Propst im schönsten Kirchenkreis der Nordkirche." Er fühle sich wohl in dem Landstrich zwischen dem Ostseestrand von Waabs und dem Heavy-Metal-Dorf Wacken und spricht von einer "bunten Vielfalt" und "Menschen, die sie sich für die Kirche einsetzen". Er "mache gerne Visitationen". Das sind Besuche in den Kirchengemeinden, bei denen er mit Kirchgängern, Pastoren, Bürgermeistern und Konfirmanden spreche, "dreimal im Jahr".

Der Dienstsitz von Sönke Funck ist Eckernförde, der vom Matthias Krüger ist Rendsburg.

Weniger Gemeindeglieder

Der Kirchenkreis hat sich verändert seit dem Amtsantritt der beiden Pröpste vor neun Jahren. Die Zahl der Gemeindeglieder sinkt nicht nur in der Nordkirche, im Kirchenkreis ging sie einer Übersicht zufolge von knapp 138.000 Mitte 2010 auf jetzt rund 117.000 zurück. Die Einnahmen aus dem Kirchensteuern seien  von 12,5 auf jetzt 17,1 Millionen Euro gestiegen. Ein Ende des Aufwärtstrends sei aber absehbar. Im kommenden Jahr stehe etwa eine halbe Million weniger zur Verfügung. Gleich geblieben sei die Zahl von 37 Kirchengemeinden und 89 Pastorenstellen, von denen derzeit zwei Posten vakant seien.

Digitale Medien und Gemeindebrief

Als neue Herausforderung sehen die beiden Pröpste den Eintritt der Kirche ins digitale Zeitalter. Als einziger Kirchenkreis im Norden habe Rendsburg-Eckernförde mit der Büdelsdorfer Pastorin Josephine Teske eine Beauftragte, die sich zu einem Viertel ihrer Arbeitszeit mit digitalen Medien beschäftigt. Dieser Bereich befinde sich "im Aufbau", sagt Propst Matthias Krüger. Sönke Funck: "Wir dürfen das Feld nicht anderen überlassen. Wir können die Kommunikationswirklichkeit nicht ausblenden." Jedoch: "Der gute alte Gemeindebrief hat nach wie vor seine Berechtigung."

Immer informiert: Lesen Sie alle Nachrichten aus der Region Rendsburg.

Es waren bewegte Wochen im Jahr 1995 in Kronshagen: Das Bundeswehrkrankenhaus stand auf der Kippe. Trotz 40.000 Unterschriften für den Erhalt, einer Demonstration und lauten Appellen von Politikern kam es 1997 zur Schließung des Standortes. Doch die Bundeswehr ist weiter in Kronshagen vertreten.

Florian Sötje 03.09.2019

Der Klimawandel beschäftigt jetzt Schüler und Lehrer der Hans-Brüggemann-Schule in Bordesholm. Bei einem Klima-Talk diskutieren Aktivisten von Extinction Rebellion mit Oberstufenschülern, neu am Start ist eine Nachhaltigkeits-AG. Dazu steht in der Schule die Herstellung plastikfreier Verpackung an.

Sven Tietgen 02.09.2019

Ausgerechnet zum Rendsburger Herbst: Am Wochenende fiel der Aufzug an der Nordseite des Fußgängertunnels in Rendsburg zweimal aus. Zum dritten Mal stoppte das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt ihn an diesem Montagvormittag, um den Schaden zu reparieren. Danach stand der Lift erneut.

Hans-Jürgen Jensen 02.09.2019