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Rendsburg Jetzt steigt die "Brücke" ein
Lokales Rendsburg Jetzt steigt die "Brücke" ein
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17:45 22.03.2018
Von Hans-Jürgen Jensen
Quelle: Jörg Wohlfromm
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Rendsburg

Bisher ist die Neue Heimat ein rein städtischer Eigenbetrieb. Die Mehrheit in der Ratsversammlung will das ändern. Sie hat den Vertrag mit der "Brücke" bereits im vergangenen Jahr beschlossen. Ziel ist die Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft zu einem späteren Zeitpunkt.

Formale Gründe

Der erneute Beschluss der Ratsversammlung war aus formalen Gründen nötig, nachdem Angestellte der "Neuen Heimat" einen Bürgerentscheid gegen die Teilprivatisierung ihres Hauses verloren hatten. An der Abstimmung hatten sich zu wenige Rendsburger beteiligt.

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Die Ratsversammlung müsse lediglich ihre alten Beschlüsse wiederholen, die wegen des Bürgerentscheids auf Eis lagen, sagte der Finanzausschussvorsitzende Klaus Brunkert (CDU) in der Ratsversammlung.

SPD-Fraktionschef René Sartorius lehnte das ab. Dass es beim Bürgerentscheid eine Dreiviertel-Mehrheit gegen die Teilprivatisierung gegeben habe, sei "ein eindeutiges Signal".

"Neue Heimat wird Wahlkampfthema"

Sartorius kündigte an: "Natürlich ist die Neue Heimat ein Thema für den Wahlkampf. Das ist unser gutes Recht. Davon werden wir auch Gebrauch machen."

CDU-Fraktionschef Thomas Krabbes nannte das "verwerflich". Die von seiner Fraktion angeführte Mehrheit habe einen "vertrauenswürdigen Partner" aus der Region für die Neue Heimat gesucht. "Wir sind froh, dass es kein Portugiese oder Hedge Fonds ist."

Die SPD hatte angekündigt, sie wolle den Vertrag mit der "Brücke" kündigen oder auslaufen lassen, wenn es dafür nach der Kommunalwahl eine Mehrheit gibt.

Verluste belasten Haushalt

Die derzeitige Mehrheit der Ratsversammlung strebt die Teilprivatisierung wegen hoher jährlicher Verluste der Neuen Heimat an. Diese belasten den klammen Haushalt der Stadt.

Hans-Jürgen Jensen 22.03.2018
Sven Tietgen 22.03.2018
Hans-Jürgen Jensen 22.03.2018