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Rendsburg Schülerfirma Meehr ist Bundessieger
Lokales Rendsburg Schülerfirma Meehr ist Bundessieger
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12:35 14.06.2019
Von Hans-Jürgen Jensen
Sie suchen Material für Beutel aus: Line Voß (von links), Tetiana Prykhodko, Alina Möller, Anna Hansen und Henriette Lütje. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
Rendsburg

"Insgesamt überzeugte das Siegerteam aus Schleswig-Holstein mit einem souveränen Auftritt und großer Professionalität und ihren Produkten - Brot- und Einkaufsbeuteln aus recycelten Fischernetzen", schreibt Frederike Gräber, Sprecherin beim Institut der deutschen Wirtschaft, das seit 25 Jahren Wettbewerbe für Schülerfirmen organisiert.

Die Rendsburger Gymnasiasten setzten sich bei dem sogenannten Junior-Bundeswettbewerb gegen 14 andere Schülerfirmen durch. Die Jugendlichen qualifizierten sich in Berlin damit für das Europafinale der Schülerfirmen, das Anfang Juli in Lille in Frankreich stattfindet.

Marten Rohwer von der "Meehr"-Finanzabteilung: "Für mich ist es ein großer Erfolg, Deutschland bei dem Europawettbewerb repräsentieren zu dürfen." Michael Früchtenicht fährt mit Selbstbewusstsein nach Lille: "Wir nehmen die Herausforderung bei dem Europawettbewerb an und schaffen das!" Und Alina Möller erklärt: "Jetzt freuen wir uns über die großartige Chance uns europaweit zu präsentieren."

Susanne Mikolajczyk, als Leherin ist sie Patin der Firma, feiert den Sieg der Rendsburg: "Stolz ist gar kein Ausdruck für dieses Ereignis! Mit großem Abstand konnte unsere Schülerfirma 14 weitere Jungunternehmen hinter sich lassen und mit gesellschaftlich relevanten Idee überzeugen."

Line Ella Voß vom "Meehr"-Vorstand: "Der Sieg zeigt, dass wir als Team und mit unserer Idee vieles erreichen und gut zusammenarbeiten können." Kira Kroll aus der Marketing-Abteilung: "Diese Leistung zeigt, dass sich unsere harte Arbeit auszahlt, und darauf bin ich sehr stolz."

Schülerfirma will Meere schützen

Die Rendsburger Teenager stellen in ihrer Schülerfirma "Meehr" Beutel für Obst, Gemüse und Brot aus Fischernetzen, alten Landkarten und Baumwolle her. Ihr Unternehmen gründeten die Gymasiasten im vergangenen Herbst mit ihrer Lehrerin Susanne Mikolajczyk.

"Wir sind zwischen den Meeren aufgewachsen, wir kennen sie, wir wollen sie für künftige Generationen erhalten", sagte Anna Hansen kurz nach der Gründung der Firma. Sie ist bei "Meehr" Vorstandsvorsitzende. "Wir sind der festen Überzeugung, dass sich im Alltag noch viel mehr Plastik einsparen lässt."

Fischernetze statt Plastik

Wie es zu Fischernetzen statt Plastiktüten kam? Die Idee hatte Henriette Lütje. Die Gymnasiastin wohnt in einem Dorf am Nord-Ostsee-Kanal mit einem Fischer als Nachbarn. "Ich habe ihn einfach mal gefragt, ob er Netze übrig hat."

Zweiter Erfolg in Berlin

In Berlin, dem Austragungsort des Bundeswettbewerbs, kannten sich die Rendsburger schon aus. In der Hauptstadt gewannen sie vor wenigen Wochen bei einer internationalen Messe von Schülerfirmen einen Pokal. Kurz darauf siegten sie beim Landeswettbewerb in Kiel und lösten damit das Ticket für den jetzt gewonnen Bundesentscheid.

Das Institut der deutschen Wirtschaft bietet das Konzept der Schülerfirmen bundesweit an. Die jungen Leute sollen wirtschaftliches Handeln lernen und eigene Geschäftsideen entwickeln.

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