Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Rendsburg Schwebefähre komplett frei
Lokales Rendsburg Schwebefähre komplett frei
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:28 19.02.2016
Von Hans-Jürgen Jensen
Gutachter inspizieren die verunglückte Schwebefähre. Quelle: Jörg Wohlfromm
Rendsburg

 „Das ist die gute Nachricht des Tages“, sagte Dieter Schnell am Abend zum Ende der Beschlagnahme. „Das macht Mut, dass wir vorankommen. Nun haben wir die volle Verfügungsgewalt über die Fähre.“ Firmen, die Angebote für die Demontage abgeben wollen, „können nun vorbehaltlos kommen“. Ob das Wrack, wie geplant, noch im März abgehängt und zur weiteren Untersuchung auf den nahe gelegenen Bauhof seiner Behörde gebracht werden kann, hänge nun von den Firmen ab.

Erstmals seit der schweren Kollision mit einem Frachter Anfang Januar war ein von der Staatsanwaltschaft beauftragter Gutachter am Donnerstagvormittag an Bord der Rendsburger Schwebefähre gegangen – unter anderem begleitet von einem Polizeibeamten, einem Mitarbeiter der Kanalverwaltung sowie dem Anwalt des Fährführers. Die Männer fotografierten, notierten, inspizierten den Führerstand und die demolierte Radaranlage auf dem Dach. Seit der Kollision liegt die Fähre aufgebockt am Osterrönfelder Ufer des Nord-Ostsee-Kanals.

Am Wrack nahm der prominente Kieler Jurist Gerald Goecke gegenüber dieser Zeitung den schwer verletzten und seit dem Unglück traumatisierten Fährführer in Schutz. Es gebe „keinen Anhaltspunkt für eine subjektive Sorgfaltswidrigkeit“ seines Mandanten. Goecke geht davon aus, dass der Fährmann „nicht gegen seine Vorgaben und Pflichten verstoßen hat“. 

Zu dem Zeitpunkt war die Freigabe des Wracks durch die Staatsanwaltschaft noch nicht absehbar. Seine Behörde ermittele weiter gegen den Fährführer, es gebe den Anfangsverdacht, dass er die Kollision fahrlässig verursache habe, sagt Oberstaatsanwalt Manfred Schulze-Ziffer.

Bei der Suche nach der Unfallursache ist auch entscheidend, welche Informationen das Radar gab und wie die Sicht des Fährführers auf den Kanal war. Es war zum Zeitpunkt des Unfalls am 8. Januar gegen 6.40 Uhr finster. Sprühregen ging nieder, es gab Windböen, zuvor hatte es Schneeregen gegeben, sagt der Büdelsdorfer Wetterbeobachter Michael Green. Auf der Schwebefähre befindet sich nur am vorderen Fenster der Kanzel ein Scheibenwischer, nicht an den Seitenscheiben.

Sind kostenlose öffentliche Internetzugänge, sogenannte Hotspots, ein zeitgemäßer Service für Bürger und Touristen oder ein Angebot, das Missbrauch mit hohen Folgekosten für Kommunen bedeutet? Flintbek und Bordesholm haben sie schon, Rendsburg und Nortorf zögern noch.

Beate König 19.02.2016

Die neue Eiderbrücke ist noch nicht einmal eingeweiht, schon wird sie sabotiert: Am Wochenende wurden Bohlen und zwei Absperrgitter gestohlen.

Sorka Eixmann 19.02.2016

Irrungen, Verwirrungen und viel Spaß - so präsentiert sich das neue Stück, das von den Theoterlüüd vun Rodenbek auf die Bühne gebracht wird. Plattdeutsch in seiner lustigsten Form.

18.02.2016