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Rendsburg Baut der Kreis wieder Mietwohnungen?
Lokales Rendsburg Baut der Kreis wieder Mietwohnungen?
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12:09 15.11.2019
Von Hans-Jürgen Jensen
Schon bald könnte der Kreis Rendsburg-Eckernförde mit dem Bau bezahlbarer Mietwohnungen beginnen. Quelle: Arno Burgi
Rendsburg

Das Gutachten soll prüfen, ob die Gründung einer kreiseigenen Wohnungsbaugesellschaft sinnvoll ist, sagt Sabine Groeper, Kämmerin in der Kreisverwaltung von Rendsburg-Eckernförde. Die SPD wertet das als Teilerfolg. Sie fordert eine solche Studie seit Jahren.

Ohne das Geld für die Studie "gibt es keine Zustimmung der SPD zum Haushalt", sagte ihr stellvertretender Fraktionschef Hans-Jörg Lüth aus Bordesholm am Donnerstag. Zwar kann der Kreistag im Dezember auch einen Haushalt gegen die Stimmen der Sozialdemokraten verabschieden. Das schöne Bild der großen Eintracht im Kreistag wäre aber getrübt.

Bezahlbare Mietwohnungen im Kreis Rendsburg-Eckernförde gefordert

50.000 Euro für eine Studie stehen im Haushaltsentwurf für 2020, den Landrat Rolf-Oliver Schwemer (parteilos) vor wenigen Tagen vorgelegt hat. Der Betrag "ist aus unserer Sicht unzureichend", sagt Lüth. Die SPD will eine "echte Bedarfsanalyse" und fordert 100.000 Euro, erklärt ihr Fraktionschef Kai Dolgner aus Osterrönfeld. Sie folgt damit nach Lüths Worten einer Kostenschätzung der Kreis-Wirtschaftsförderungsgesellschaft.

Es gehe um den Bau bezahlbarer Mietwohnungen. Hans-Jörg Lüth hat genaue Vorstellungen, was in der Studie stehen soll: Sie solle den Bedarf in den Gemeinden erkunden und ermitteln, ob eine gemeinsame Wohnungsbaugesellschaft des Kreises mit Gemeinden und Unternehmen wie der Büdelsdorfer Baugenossenschaft Mittelholstein sinnvoll ist.

Wo sind Grundstücke für Wohnhäuser im Kreis Rendsburg-Eckernförde?

Weiter sollen die Gutachter vor allem in den Städten und größeren Gemeinden wie Bordesholm, Gettorf und Kronshagen nach Grundstücken forschen, die sich für den Bau bezahlbarer Mietwohnungen eignen. Möglicherweise geeignet sei ein Grundstück des Kreises am Rand der Nortorfer Innenstadt.

Auch das zentral gelegenen Gelände des Löschzugs Gefahrgut in Rendsburg eigne sich für ein Wohnhaus. Das Grundstück gehört dem Kreis. In wenigen Jahren ist dort Platz. Der Löschzug Gefahrgut soll im Jahr 2022 in die geplante Feuerwehrzentrale in Rendsburg-Süd umziehen.

SPD will schnellen Einstieg in Wohnungsbau im Kreis Rendsburg-Eckernförde 

Er erwarte konkrete Vorschläge von dem Gutachten, sagt der Bordesholmer Politiker. Dabei dürfe es nicht bleiben. "Da muss endlich mal gehandelt werden. Der Kreis muss Wohnungsbau als Kreisaufgabe betrachten. Gemeinden können das nicht alleine. Sie brauchen die Hilfe des Kreises."

Die Studie solle "spätestens zur Sommerpause 2020" fertig sein, fordert Lüth. "Sobald sie vorliegt", müsse der Kreis in den Wohnungsbau einsteigen. Noch im kommenden Jahr könne er "nach meinen Vorstellungen" die "konkrete Planung" für den Bau von bezahlbaren Mietwohnungen beginnen - womöglich gemeinsam mit Gemeinden und Genossenschaften wie der BGM.

Den Bau von eigenen Mietwohnungen gab der Kreis Rendsburg-Eckernförde 2006 mit dem heftig umstrittenen Verkauf der Kreissiedlungsgesellschaft mit rund 460 Wohnungen aus der Hand.

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