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Rendsburg Zwischen Alptraum und Nervenkrieg
Lokales Rendsburg Zwischen Alptraum und Nervenkrieg
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08:13 03.02.2018
Von Hans-Jürgen Jensen
Flüchtlinge leiden unter der Trennung von ihrer Familie. Quelle: Sophia Kembowski, dpa
Rendsburg

Am 1. Juli 2015 trennte sich Ahmad von Frau und Sohn in Al Rakka. „Mein Sohn war grade einen Monat alt, deshalb konnten wir nicht zusammen flüchten.“ Über das Mittelmeer und die Balkanroute kam Ahmad. Der Weg endete im Bildungsinstitut Nordkolleg in Rendsburg. Dort lernte der Syrer Deutsch und arbeitet in der Küche als Helfer. Ahmad fühlt sich "wie im Paradies". Wenn nicht die ständige Sorge um Frau und sein kränkelndes Kind wäre. Eine junge Mutter, alleine im Sudan: Die Angst "kreist im Kopf - immer".

Im Nordkolleg kümmern sich die Froeses

Im Nordkolleg kümmern sich dessen Leiter Guido Froese und seine Frau Anneli um Ahmad. Nächtelang saßen sie vor dem Rechner, um auf die Internetseite der deutschen Botschaft im sudanesischen Khartum vorzudringen - immer wieder vergeblich.

Keine Antwort auf Mails

Ahmads Frau Frau hatte sich mit ihrem Sohn Ende 2016 in den Sudan aufgemacht, weil das Land damals letzte Zuflucht für Syrer gewesen gewesen sei. Der Vater hatte zuvor einen Aufenthaltsstatus mit Recht auf Familiennachzug erworben, erzählt Anneli Froese. Im Sudan hoffte die Familie auf einen Termin in der deutschen Botschaft, immer mit Unterstützung von Ahmad und den Froeses. Das Büro für Familienzusammenführung in der Botschaft sei monatelang geschlossen, dessen Internetseite unerreichbar gewesen, Mails seien unbeantwortet geblieben. Anneli Froese: "Ein Nervenkrieg."

Wettlauf gegen die Zeit

Nach "unzähligen Versuchen" hatte Ahmads Frau vor wenigen Tagen einen Termin in der Botschaft. Nun beginne ein Papierkrieg und ein Wettlauf gegen die Zeit. Die Papiere müssten zur Botschaft nach Beirut geschickt werden, weil dort Syrer arbeiten, die sie prüfen und beglaubigen könnten. Dazu laufe jetzt eine Sechs-Monats-Frist.

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