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Lokales Rendsburg Rendsburg will Eurocity-Haltestelle
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14:56 19.08.2019
Von Hans-Jürgen Jensen
Wer zur Mittagszeit mit der Bahn von Rendsburg nach Kopenhagen reisen will, muss den Intercity nach Aarhus nehmen und in Fredericia umsteigen. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
Rendsburg

Der Hintergrund: Die Bahn stellt ab Dezember alle Eurocity-Verbindungen über den Fehmarnbelt ein. Denn zwischen Rødby und Kopenhagen sind Gleisarbeiten im Zusammenhang mit dem Bau des Fehmarnbelttunnels, gegen den der Nabu klagt, nötig. Bis die Röhren unter der Ostsee fertig sind, rauscht der Eurocity dreimal täglich von Hamburg nach Kopenhagen quer durch Schleswig-Holstein. Bisher steht noch keine Haltestelle im nördlichsten Bundesland fest.

So blitzte erst vor wenigen Wochen Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange (SPD) mit ihrer Forderung nach einer Haltestelle in Flensburg Weiche bei der Bahn ab. "Das haben wir sehr enttäuschend gefunden", sagte ihr Sprecher Clemens Teschendorf am Montag.

Padborg statt Flensburg

Simone Lange: "Es gibt ein starkes Interesse an dieser Zugverbindung in der Stadt und in der Region." Nun wolle sich Flensburg für eine gute Busverbindung ins nahe gelegene dänische Padborg stark machen, damit Reisende da in den Eurocity einsteigen können, erklärt Teschendorf.

Wer zurzeit von Rendsburg aus nach Kopenhagen mit der Bahn fahren will, kann mehrmals am Tag mit dem Regionalexpress am Bahnhof starten, in Flensburg in den Intercity umsteigen und ab dem dänischen Fredericia per Intercity Lyn nach Kopenhagen weiter reisen. Die Reise dauert gut vier Stunden.

Vier Stunden nach Kopenhagen

Komfortabler geht es zur Mittagszeit von Gleis 3 mit dem Intercity nach Fredericia und von da aus per Intercity Lyn weiter nach Kopenhagen. Der Reisende ist nach knapp vier Stunden in der dänischen Hauptstadt und ist nur einmal umgestiegen.

Dass der Eurocity auf der neuen Strecke in Schleswig-Holstein womöglich nicht hält, "wäre nicht akzeptabel", schimpft Johann Wadephul, CDU-Bundestagsabgeordneter aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde. "Ich setze mich als Wahlkreis-Abgeordneter natürlich für Rendsburg ein." Ebenso wie Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast.

"Zentrale Haltestelle für Eurocity"

Gilgenast und Wadephul argumentieren ähnlich: Rendsburg sei zentral gelegen. Wenn der Eurocity hier hält, kämen auch Kieler, Husumer und Neumünsteraner schnell mit dem Zug ins Nachbarland. Wadephul: "Die Bahn muss auch mal verkehrspolitisch denken. Dafür müssen wir noch Überzeugungsarbeit leisten."

Etwa im Oktober. Dann habe die schleswig-holsteinische CDU-Landesgruppe mit dem Bahnvorstand einen Termin. "Da kommt das Thema auf den Tisch." Er habe auch in einem Schreiben an Bahn-Vorstand Roland Pofalla einen Halt in Rendsburg gefordert, aber noch keine Antwort erhalten.

"Bahn prüft Eurocity-Haltestelle"

Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis habe ihm signalisiert, dass sein Unternehmen für den Eurocity eine Haltestelle in Schleswig-Holstein prüfe, Rendsburg oder Schleswig kämen infrage, erklärte Bürgermeister Pierre Gilgenast am Montag.

Egbert Meyer-Lovis erklärte dieser Zeitung auf Anfrage: Die Bahn verfolge "die Umsetzung eines möglichen Haltes in Rendsburg oder Schleswig für die Anbindung in Richtung Kopenhagen". Und weiter: "Für eine finale Planung ist zudem eine Abstimmung zwischen der Bundespolizei und der dänischen Polizei notwendig. Wir hoffen, dass uns Ende August ein finaler Planungsstand vorliegt."

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