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Rendsburg Zeitplan wankt trotz Überraschung nicht
Lokales Rendsburg Zeitplan wankt trotz Überraschung nicht
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18:52 09.04.2019
Von Hans-Jürgen Jensen
Mehrere zehntausend Fahrzeuge rollen täglich durch den Rendsburger Kanaltunnel. Zurzeit ist nur die Oströhre geöffnet. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
Rendsburg

"Wir sind im Zeitplan", sagte Sönke Meesenburg am Dienstag auf der Tunnelbaustelle. Der Diplom-Ingenieur ist beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Leiter des Fachbereichs, der für die Großsanierung zuständig ist. Die Arbeiten begannen Mitte 2011 und sollten ursprünglich Ende 2013 fertig sein. Bis auf eine kurze Unterbrechung ist seit Mitte 2012 nur eine Röhre befahrbar.

Kein Handwerker in der Weströhre des Kanaltunnels

Seit zwei Jahren ist die Weströhre gesperrt. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt lässt sie sanieren. An diesem Dienstag ist dort aber kein Handwerker bei der Arbeit zu sehen. Der Grund sei einfach, sagt Meesenburg: Die Bauarbeiten sind nahezu abgeschlossen. Die Wände sind verkleidet, die Rettungswege ausgeschildert. Allerdings fehlt die Fahrbahn. Sie zu asphaltieren bräuchte zwei Tage, sagt Meesenburg.

Noch keine Steuertechnik

Was also stünde einer vorzeitigen Freigabe des Tunnels im Wege? Es ist nahezu die gesamte Technik, die noch noch nicht angeschlossen beziehungsweise montiert ist: Lampen, Kameras, Notruftelefone, Sensoren für Rauch, Verkehrssignale, Lüfter zum Beispiel. Spezialisten müssen noch Stromleitungen und Datenkabel verlegen, Programmierer die Befehle für das zentrale Steuerprogramm schreiben. Die fertigen Daten sollen zum Jahreswechsel auf den Rechner übertragen werden, kündigt Meesenburg an.

Leerrohr in der Decke des Kanaltunnels

Sechs von acht Lüftungsturbinen sind inzwischen in der Decke der Weströhre verschraubt. Zwei lange Röhren liegen noch kurz hinter der Einfahrt auf dem Boden, als hätten die Handwerker sie vergessen. Es war eine Überraschung, die die Arbeiter vor wenigen Tagen stoppte. Als sie die Löcher für die Halterung in die Decke bohrten, stießen sie auf ein Leerrohr. Den Hohlraum hinterließen offenbar ihre Kollegen in den 1950er Jahren beim Bau des Tunnels. Er sei in keinem Plan verzeichnet, erklärt Meesenburg.

Zeitplan für Ende der Arbeiten im Kanaltunnel wackelt nicht

"Beim Bauen im Bestand erlebt man solche Überraschungen immer mal wieder", sagt der Diplom-Ingenieur. Nun werden die beiden Turbinen an einer leicht versetzten Stelle montiert, erklärt er. "Die Entscheidung war schnell getroffen." Den Zeitplan für die Sanierung der Weströhre halte das nicht auf.

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Der Zeitplan auf der Baustelle im Kanaltunnel wackelt nicht.
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