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Rendsburg Handwerker spielen die Hauptrollen
Lokales Rendsburg Handwerker spielen die Hauptrollen
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18:04 08.08.2019
Von Beate König
Schritt für Schritt baut André Schneider nach der Erneuerung des Bühnenbodens die Technik im Stadttheater wieder auf. Quelle: Beate König
Rendsburg

 Seit dem 1. Juli wird das Theater für 150.000 Euro saniert. Ein neuer Bühnenboden aus Sandwichholz, neue LED-Leuchten, eine sanierte Garderobe und dimmbare Fluchtwegschilder erwarten Besucher und Mimen. „Wir reparieren jedes Jahr in der Spielzeitpause das Stadttheater“, berichtet Maren Stüdtje. Die Diplom-Ingenieurin aus dem Hochbauamt der Stadtverwaltung ist seit 1995 für die Reparaturen des im November 1901 eingeweihten Hauses zuständig.

Gut gepflegter Bühnenboden hat 17 Jahre durchgehalten

Für die Zuschauer kaum erkennbar ist die größte Investition: Für 100.000 Euro wurden 195 Quadratmeter Bühnenboden komplett erneuert. „Das Landestheater, das die Bühne nutzt, hat den Boden gut gepflegt“, sagt Maren Stüdtje. Normalerweise hält ein Boden zwölf Jahre. Die alten Bohlen aus Pitch-Pine-Holz machten dank guter Pflege und eines Abschliffs jedoch 17 Jahre mit. Sie wurden durch einen strapazierfähigen Sandwichholzboden ersetzt. „Es gibt keine Pitch-Pine-Bohlen in vergelichbarer Qualtitä“, hat Maren Stüdtje recherchiert.

Unter dem schwarz gestrichenen Holzboden liegen meterweise neue elektrische Leitungen und erstmals sogar Internet-Kabel. Die Steckkontakte der Leitungen sind ist unter neuen Stahlversatzklappen im Boden versenkt, „für moderne Inszenierungen mit Beamer“, wie Stüdtje begründet. Die Bühne hat einen geräuschschluckenden Teppichboden als Umlauf um die Spielfläche erhalten. Fünf Brandschutztüren, die 90 Minuten lang Flammen standhalten können, wurden zwischen den Backstage-Fluren, der Bühne und dem Zuschauerraum eingesetzt.

Handwerker und Werkzeuge im Stadttheater in den Hauptrollen

Die Hauptrolle auf der Bühne und im Orchestergraben hat im Moment ein einziges Werkzeug: die Schaumstoffrolle, mit der Maler Hans-Joachim Holfoth schwarze Farbe aufs Bühnenportal und im Orchestergraben aufträgt. Dort wurde ebenfalls die Elektrik erneuert. LED-Leuchten erleichtern Musikern das Notenlesen.

Sofort für Theatergäste erkennbar sind die Veränderungen im Foyer. Nach einem Starkregen am 22. Mai war die rechte Garderobe gesperrt. „Wasser war vom Dach bis in den Keller gelaufen.“ Inzwischen wurde ein Regenwasserohr erneuert. Über Monate wurden die Wände zunächst getrocknet. Jetzt sind sie neu verputzt und gestrichen, der Boden wurde verspachtelt und darauf Teppich verlegt. Glück im Unglück: „Das Parkett im Roten Salon im Keller ist nicht aufgequollen, es konnte abgefeudelt werden.“

Spielzeit startet am Donnerstag

Erst, wenn zur ersten Premiere das Licht im Saal herunterfährt, wird sich der Vorzug der Dimmtechnik für die Fluchtwegschilder zeigen. Bislang leuchteten die grün-weißen Signallampen von den Türrahmen sehr hell in den Zuschauerraum.

Details, die zum Saisonstart am Donnerstag nächster Woche noch fehlen: Der Kronleuchter aus dem Foyer und 18 Messinglampen werden gerade von einer dänischen Fachfirma auf LED umgerüstet und erhalten neue Glaszylinder. Um einen Riss in der Außenwand zu glätten, steht noch ein Gerüst vor der Fassade. Maren Stüdtje: „Ich hoffe, das kann vor Beginn des Rendsburger Herbstes abgebaut werden.“

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