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Rendsburg Zwei Sportplätze machen keinen Spaß mehr
Lokales Rendsburg Zwei Sportplätze machen keinen Spaß mehr
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17:48 12.02.2019
Von Sven Janssen
Foto: Die Flutlichtanlage erhellt in Achterwehr nur noch den maroden Zustand des Platzes.
Die Flutlichtanlage erhellt in Achterwehr nur noch den maroden Zustand des Platzes, den die Gemeinde mittlerweile für unbespielbar erklärt hat. Quelle: Sven Janssen
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Achterwehr

Zusammen mit einem Experten, der für die Pflege der Kieler Sportplätze zuständig sei, habe er die beiden Spielfelder in Augenschein genommen und die nötigen Mindestmaßnahmen ermittelt, um die Plätze in Ordnung zu bringen. Dabei gehe es aber nicht darum, sie turnierfähig zu machen, das sei deutlich aufwendiger.

Der Platz in Achterwehr sei nach Angaben einiger Ausschussmitglieder unbenutzbar. „Dort Fußball zu spielen, ist wegen der Unebenheiten extrem gefährlich“, unterstrich Bürgermeisterin Anne Katrin Kittmann (SPD). Verwundert zeigte man sich über den schlechten Zustand vor allem deswegen, weil der Platz in Achterwehr erst vor drei Jahren überholt worden sei.

Regelmäßige Pflege

„Solche Plätze müssen regelmäßig gepflegt werden“, sagte König. Das sei, das habe die Begehung ergeben, in Achterwehr nicht erfolgt. Um den Platz in Schuss zu halten, müsse er regelmäßig alle paar Wochen begradigt werden; wenn die Maulwürfe ihre Hügel auftürmen, sogar deutlich öfter. Die Tiere seien ein Problem in Achterwehr und Schönwohld. „Man kann mit Maulwurfsperren rund um die Plätze etwas dagegen unternehmen, aber die sind extrem teuer“, sagte König.

Um den 3500 Quadratmeter großen Platz in Schönwohld zu erneuern, müssten dort etwa 140 Tonnen Rasentragschicht ausgebracht werden. Zusätzlich rechne der Fachmann mit etwa 200 Kilo Rasensaat und 250 Kilo Dünger. „Nach seinen Schätzungen kostet das Material rund 4500 Euro“, so König.

Der Platz in Achterwehr sei mit 2500 Quadratmetern kleiner, sodass dort der Materialaufwand mit rund 3600 Euro geringer sei. Der Maschinen- und Personalaufwand für beide Plätze sei gleich, so König. Neben einem Radlader werde auch ein Schlepper gebraucht. Zwei Arbeitskräfte dürften pro Platz jeweils zwei Tage beschäftigt sein.

Sportler sollen helfen

„Es ist keine Alternative, die Plätze unbespielbar zu lassen, doch es muss auch gewährleistet sein, dass sie nach der Ertüchtigung regelmäßig gepflegt werden“, sagte Lars Seimetz (LG) angesichts der Investition, die für beide Plätze 10000 Euro übersteigen dürfte. „Wir sollten erst den Platz in Achterwehr ertüchtigen und im Anschluss den in Schönwohld, dann kann durchgehend ein Sportplatz noch genutzt werden“, gab Torsten Haack (LG) zu bedenken.

Um Geld zu sparen, will die Gemeinde beim Versuchsgut Hohenschulen anfragen, ob diese, wie auch in der Vergangenheit, die nötigen Maschinen zur Verfügung stellen könne. Auch die Sportler selbst sollen sich mit einbringen.

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