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Rendsburg Ärger in der Tempo-30-Zone
Lokales Rendsburg Ärger in der Tempo-30-Zone
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12:53 12.07.2019
Von Hans-Jürgen Jensen
Noch gehört die Dorfstraße in Schacht-Audorf zur Tempo-30-Zone. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
Schacht-Audorf

Die Wogen gingen hoch in der jüngsten Gemeindevertretersitzung in Schacht-Audorf. Bürger wehren sich gegen den drohenden Abbau der Tempo-30-Schilder rund um die Dorfstraße. Beate Nielsen (CDU), die Bürgermeisterin, geriet in die Defensive. Die Verkehrsaufsicht des Kreises habe das angeordnet.

Verwirrrung um Tempo-30-Zone

Doch das ist nur der letzte Teil der Wahrheit in einem verwirrenden Vorgang. Im Oktober 2018 beantragte das für die Verwaltung von Schacht-Audorf zuständige Amt Eiderkanal beim Kreis die Aufhebung der 30er-Zone in der Dorfstraße und berief sich dabei auf die Bürgermeisterin, die großen Handlungsbedarf sah.

So stocke der Verkehr, und die Autofahrer hielten sich nicht an die Rechts-vor-Links-Regeln. Es gab Beschwerden von Bürgern, die sagten, es funktioniert nicht, erklärte Beate Nielsen gegenüber dieser Zeitung.

"Gemeinden wollen mehr Tempo-30-Zonen"

Beim Kreis sorgte der Antrag für Erstaunen. Er sei ungewöhnlich, erklärt Britta Hingst von der Verkehrsaufsicht. "Die Tendenz geht in die Gegenrichtung." Will sagen: Gemeinden wollen mehr Tempo-30-Zonen statt weniger. Barbara Rennekamp, die Leiterin der Kreis-Verkehrsaufsicht: "Wir sind nicht von uns aus in Schacht-Audorf tätig geworden. Wir wären gar nicht auf die Idee gekommen, dass da Handlungsbedarf besteht."

Und so nahm das Verfahren seinen Lauf. Im März trafen sich Vertreter von Amtsverwaltung, Polizei und Kreis-Verkehrsaufsicht an der Dorfstraße und verständigte sich auf den Abbau der Schilder. "Die Kommission war sich einig", erinnert sich Joachim Haller, Leiter der Ordnungsbehörde beim Amt Eiderkanal.

Kreis sorgte für Verwunderung

Einen Monat später ordnete der Kreis den Rückbau der Tempo-30-Zone nicht nur in der Dorfstraße sondern gleich im ganzen Gebiet an. Das sei anders nicht möglich, heißt es beim Kreis. Dass der Kreis gleich die ganze 30er-Zone aufhebt, sei ihm beim Ortstermin nicht klar gewesen, erklärte Ordnungsamtsleiter Haller am Freitag. Entsprechend groß sei die Verwunderung gewesen, als das Schreiben des Kreises eintraf.

Neue Schilder sind "seit Monaten bestellt aber noch nicht da", erklärt Bürgermeisterin Nielsen. Selbst wenn sie einträfen, würden sie nicht aufgestellt. "Die Sache ruht", sagt Ordnungsamtsleiter Haller. "Bis zu einer neuen Prüfung bleiben die alten Schilder stehen."

Denn in einer turbulenten Gemeindevertretersitzung haben die Politiker beschlossen, einen neuen Antrag an den Kreis zu stellen. Beate Nielsen erklärte anschließend: "Die Gemeinde hält fest an Tempo 30, zumindest in Teilbereichen." Etwa vor der Schule, am Dorfplatz und am Fährblick.

"Tempo-30-Zone wie im Rotenhöfer Weg"

Dabei solle der Kreis prüfen, ob er die Dorfstraße trotzdem zur Vorfahrtstraße deklariert. Als Vorbild sehen die Schacht-Audorfer den Rotenhöfer Weg in Rendsburg. Der gehört zu einer Tempo-30-Zone, wirkt wie die Schacht-Audorfer Dorfstraße wie eine Durchgangsstraße, und an allen Einmündungen hat der Verkehr auf dem Rotenhöfer Weg Vorfahrt. So hätte es Beate Nielsen gerne in Schacht-Audorf.

"Wir warten den Antrag ab", erklärt Barbara Rennekamp, die Leiterin der Kreis-Verkehrsaufsicht. Ein neuer Ortstermin in Schacht-Audorf steht schon im September fest, sagt Ordnungsamtsleiter Joachim Haller.

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