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Rendsburg Keine Entscheidung beim Raumkonzept
Lokales Rendsburg Keine Entscheidung beim Raumkonzept
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09:51 30.05.2018
Was wird entstehen? Das Raumkonzept des neuen Bürger- und Sportzentrums soll beschlossen werden. Quelle: Sorka Eixmann
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Flintbek

Zehn Mitglieder hat der Bauausschuss, der unter Leitung von Stefan Hansen letztmalig tagte. Und während sich CDU und UWF für ein Raumkonzept mit Schützensparte einsetzten, stimmten SPD und Grüne dagegen. Sie favorisieren eine günstigere Lösung für den Neubau des vor mehr als einem Jahr abgebrannten Gebäudes. „Damit haben wir kein Ergebnis und werden eine weitere Sitzung am 25. Juni, nach der konstituierenden Sitzung, abwarten müssen“, fasste Bürgermeister Olaf Plambeck zusammen. Fest steht: Noch ist zwar der neue Bauausschuss nicht zusammengesetzt, aber es werden keine zehn Mitglieder sein, die künftig über die baulichen Geschicke der Gemeinde entscheiden.

UWF und CDU stimmen für die große Lösung und die Schützen

Jürgen Meier, Spartenleiter bei den Flintbeker Schützen, hatte sich während der Einwohnerfragestunde bereits zu Wort gemeldet. „Wie kann es sein, dass wir vor drei Wochen noch in dem Glauben gelassen wurden, dass die Schützen weiter bedacht werden? Und nun sind nicht nur die Kegler, sondern auch die Schützen aus dem Raumkonzept raus“, wollte Meier wissen. Hansen beruhigte: „Es ist noch keine Entscheidung getroffen.“ Die Schützen trainieren seit mehr als einem Jahr bei benachbarten Vereinen, die Aufbewahrung der Waffen sowie die Fahrten zu den Trainings und Wettkämpfen der Jugendlichen nehmen viel Zeit und auch Geld in Anspruch. „Wir möchten wieder eine Heimat haben“, so Meier.

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Genau das wollen CDU und UWF den Schützen geben: Beide Fraktionen sprachen sich deutlich für das Raumkonzept der Priorität A – inklusive Räume für die Schützen – und Kosten in Höhe von 3,92 Millionen Euro aus. CDU-Chefin Wiebke Stöllger: „Es ist viel Geld, aber wichtig ist ein neues und zeitgemäßes Gebäude“, betonte sie. Helmut Groß und Michael Muhs (UWF) hatten ebenfalls genügend Argumente parat. Wichtig sei ein Jugendraum, ein fester Bühneneinbau und „Wir reden über 50 000 Euro Jahresbelastung für ein neues Gebäude. Dagegen kann man doch nicht stimmen, diese bedeutsame Sache kann doch nicht an die Wand gefahren werden“, argumentierte Groß.

Grüne und SPD gegen die Schützensparte

Anders sahen das Achim Lorenzen (Grüne) und Wulf Briege (SPD). „Es tut mir leid für die Schützen, aber wir entscheiden uns für die kostengünstigere Variante mit 2,64 Millionen, aber wir bieten den Schützen Fahrtgeld an“, erklärte Briege. Auch Lorenzen führte die engen Finanzen der Gemeinde an. Ein letzter Versuch durch Wiebke Stöllger, die eine Sitzungsunterbrechung forderte und hoffte, vielleicht noch Einigkeit zu gelangen.

Doch eine Einigung gab es nicht, mit einem Patt endete die Abstimmung. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagte Jürgen Meier mit Hinblick auf eine neue Sitzverteilung im neuen Bauausschuss, der über das Raumkonzept abstimmen soll.

Von Sorka Eixmann

Frank Scheer 14.06.2018
Hans-Jürgen Jensen 14.06.2018
Torsten Müller 29.05.2018