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Rendsburg 471.00 Euro für Schulen in Bordesholm
Lokales Rendsburg 471.00 Euro für Schulen in Bordesholm
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09:48 27.09.2019
Von Frank Scheer
In der Hans-Brüggemann-Gemeinschaftsschule in Bordesholm sind im Unterricht bereits seit einigen Jahren fast nur noch Whiteboards im Einsatz, hier die Referendarin Imke Freymuth im Englischunterricht. Quelle: Frank Scheer
Bordesholm

Schulverbandsvorsteher Manfred Christiansen informierte die Vertreter der 16 angeschlossenen Orte am Mittwochabend in der Verbandsversammlung im Rathaus in Bordesholm über die Förderung von 471.000 Euro aus dem 140 Millionen Euro umfassenden Landestopf. "Die hohe Summe freut uns sehr", so der Bürgermeister aus der Gemeinde Sören. Der Schulverband muss, wie andere Kommunen auch, 15 Prozent der Fördersumme noch selbst oben drauflegen, damit der Zuschuss fließt.

Bis 2024 haben alle Schulen Zeit, dass Geld anzulegen. Die Verbandsversammlung hat am Mittwoch zudem beschlossen, eine neue Fachstelle für die Begleitung bei der Digitalisierung im Amt, Schulverband und der Flintbeker Schule, mit der eine Kooperation besteht, zu schaffen. Bei den Schulen im Bereich Bordesholm geht es darum, sie mit einem guten W-LAN-Netz auszustatten, Endgeräte und Software anzuschaffen. 

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Fast alle Klassen in Bordesholm haben Whiteboards

Die Hans-Brüggemann-Gemeinschaftsschule (HBS) mit Oberstufe ist, was moderne Technik angeht, schon vor Jahren vom Schulverband gut ausgestattet worden. Die alten Kreidetafeln gehören dort bis auf wenige Ausnahmen der Vergangenheit an. Die 700 Schüler der 31 Klassen verfügen in ihren Räumen überwiegend über Whiteboards - gut 10.000 Euro kostet eines.

Auf den digitalen Tafeln kann etwas angeschrieben werden, es können aber auch Seiten von Lehrbüchern per Beamer gezeigt oder auch Gruppenarbeiten eingescannt und präsentiert werden. In der Lehrerausbildung werde diese digitale Unterrichtsweise mittlerweile geschult. "In der Regel läuft mein Unterricht mit einer Power-Point-Präsentation", sagte Referendarin Imke Freymuth. Von den 50 Schulräumen sind 15 noch nicht damit ausgestattet.

Digitale Plattform für Pläne und Referate

Seit Jahren gibt es für Lehrer und Schüler an der Schule auch das digitale Netzwerk IServ, über das Vertretungspläne, Klausurtermine und andere Daten eingesehen werden können. Jeder Schüler hat ein eigenes Passwort. Eltern der Fünftklässler haben ebenfalls einen Zugang.

"Über das System der Whiteboards können aber auch Aufgaben und Referate in Klassengruppen digital zur Verfügung gestellt werden", erläuterte HBS-Rektorin Ute Freund. Die 4,50 Euro je Schüler trägt der Schulverband. An der HBS gilt eigentlich striktes Handyverbot während des Schulalltags. In der Oberstufe, so räumte Freund ein, werde das gelockert. "Die Schüler setzen ihr privates Smartphone da auch im Unterricht ein."

HBS-Kollegium berät Ende Oktober über Konzept

Ende Oktober wird das über 60-köpfige HBS-Kollegium bei einem zweitägigen Workshop darüber beraten, wie das "Medienkonzept" für ihre Schule aussehen sollte. Digitaler Unterricht habe viele Vorteile und ohne gehe es heutzutage nicht mehr, aber man müsse dabei auch Folgekosten, wie Fortbildung, Support und Wartung berücksichtigen, so Christiansen. Daher sei die Schaffung der neuen Stelle auch so wichtig.

"Wir versprechen uns dadurch mehr Professionalität." Die ist wichtig, denn bei der Ausstattung von Schulen ist in der Vergangenheit immer stark gespart worden. Zudem wird es in diesem Jahr in Bordesholm noch eine Veranstaltung für alle Eltern geben. "Die Eltern müssen mit im Boot sein und keine Angst vor der digitalen Welt haben. Zudem soll aber dabei auch über die Gefahren der sozialen Netzwerke informiert werden."

HBS-Schülersprecherin Fenja Wetzel betonte, dass ihre Schule "schon sehr gut ausgestattet ist". Mit Ausnahme des einen Computerraums sei schon alles okay, betonte sie. Sie würde es begrüßen, wenn es an der Schule einen Gerätepool geben würde, wo man sich in Freistunden ein Tablet fürs Lernen ausleihen könnte. 

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