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Rendsburg Kann die Dorfschule zur Kita werden?
Lokales Rendsburg Kann die Dorfschule zur Kita werden?
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17:40 17.03.2016
Von Frank Scheer
Soll die Brügger Dorfschule zur Kita umgebaut werden? Die Garantie des Schulverbandes für den Erhalt der Wattenbeker Grundschul-Außenstelle läuft 2017 ab. Quelle: Sven Tietgen
Bordesholm/Brügge

Neu ist eine Debatte über den Verzicht auf den Schulstandort Brügge, dessen Geschichte bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgt werden kann, nicht. Wegen rückläufiger Schülerzahlen verlor die kleine Dorfschule 2011 ihre Selbstständigkeit. Seitdem ist sie eine Außenstelle der Landschule an der Eider in Wattenbek. In der Vergangenheit waren aber Schließungspläne immer wieder abgewendet worden. Zuletzt rangen Elternproteste dem Schulverband, wie berichtet, eine Bestandsgarantie bis 2017 ab.

 Grund für die Neuauflage der Debatte: In der Region fehlen in den nächsten beiden Kindergartenjahren wegen vieler Zuzüge, beschlossener Neubaugebiete und der Flüchtlingskinder jeweils 60 Betreuungsplätze. Die Gemeinden Bordesholm und Wattenbek haben sich Ende Februar in einer gemeinsamen Gemeindevertretersitzung darauf verständigt, über die Schaffung neuer Plätze intensiv nachzudenken. Der Neubau einer Einrichtung würde rund 1,5 bis 2 Millionen Euro kosten. Aber auch Alternativen sollten geprüft werden. In der Sitzung hatten Willi Lüdemann (FDP Bordesholm) und Bernd Voß (KWW Wattenbek) die Brügger Grundschule als Kindertagesstätte ins Gespräch gebracht.

 „Wir haben eine offizielle Anfrage vom Amt, ob es in den Schulen Möglichkeiten gibt, Kindergartengruppen unterzubringen“, berichtete Christiansen. Er machte weiter deutlich, dass die Wattenbeker Grundschule auch Platz für die rund 60 Pennäler aus Brügge hätte, die dort jahrgangsübergreifenden Unterricht in den Klassen eins und zwei sowie drei und vier bekommen. Mit der für Kindertagesstättengenehmigungen zuständigen Heimaufsicht des Kreises hat es bereits eine Begehung der Reetdachkate gegeben. Fazit laut Christiansen: „Eine Umwandlung ist bei gewissen Umbauten und Umrüstungen im sanitären Bereich durchaus denkbar.“ Reizvoll ist wohl auch die Nähe zum bestehenden Kindergarten. Das Vorhaben könnte laut Schulverbandsvorsteher bis zum 1. September 2016 realisiert werden.

 Brügges Bürgermeister Werner Kärgel (CDU) betonte, dass man durchaus verhandlungsbereit sei. Er wies aber deutlich auf die Bestandsgarantie bis 2017 hin. Gemeindevertreter Urs Pause (SPD) protestierte scharf gegen die Vorgehensweise des Schulverbandes. „Ich glaub, ich bin hier im falschen Film.“ Eigentümer des Gebäudes sei die Gemeinde. „Hier ist die Reihenfolge wohl nicht eingehalten worden.“ Amtsdirektor Heinrich Lembrecht erläuterte, dass es zunächst nur um eine Prüfung ginge, ob eine Umwandlung überhaupt möglich sei.

 Bis zur nächsten Sitzung des Schulverbandes wird das Amt eine Kostenschätzung für den Umbau der Brügger Grundschule zur Kita vorlegen. Auf Antrag von Helmut Berger (FDP Bordesholm) sollen aber noch weitere Alternativen in der Region geprüft werden. Bärbel Volkers (SPD Bordesholm) könnte sich auch folgendes Modell vorstellen: Die Klassen eins und zwei zusammen mit Kindergartengruppen im selben Gebäude.

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