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Rendsburg Familie Kirsch braucht Hilfe
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07:02 23.04.2018
Von Sven Janssen
Timon (4, Mitte) ist immer auf die Hilfe seiner Eltern Sandra (40) und Mirko Kirsch (43) angewiesen. Quelle: Sven Janssen
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Bredenbek

Kranken- und Pflegekasse unterstützen das Vorhaben nicht und der Kreis hat für den benötigten VW-Bus mit eingebautem Lift, in den der Elektrorollstuhl des Jungen passen würde, eine Förderung von lediglich 2000 Euro in Aussicht gestellt. Bei Gesamtkosten von über 50.000 Euro für den Bus ist das für die junge Familie nicht zu leisten. Auf einer Internetseite versuchen sie jetzt, das nötige Geld durch Spenden zusammen zu bekommen.

Timon leidet an SMA

Timon wird in wenigen Tagen fünf Jahre alt, seine Schwester Neele ist zehn Jahre alt. Fröhlich sitzt er am Tisch und spielt mit seinem Lego-Gefangenentransporter und dem dazu passenden Polizeihubschrauber auf einem Holztablett. Er hat eine Sitzschale, die Kopf, Rücken und Beine stützt. Er kann weder laufen, krabbeln noch selbstständig sitzen. Er hat seit seinem ersten Lebensjahr eine Spinale Muskelatrophie (SMA). „Das ist eine fortschreitende und bisher unheilbare Muskelerkrankung“, erklärt sein Vater.

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Nur eins von 70.000 Kindern hat die Krankheit

Auch die inneren Organe sind betroffen. Timon hat nur noch ein Lungenvolumen von 60 Prozent. „Nur eins von 70.000 Kindern hat diese Krankheit“, sagt der 44-Jährige. Behandelt werde Timon mit einem neuen Medikament, das den Körper zur Proteinproduktion anrege. „Timon bleibt aber zu 100 Prozent schwerbehindert und stets auf Hilfe angewiesen“, sagt seine Mutter.

Urlaube und Familienbesuche sind schwierig

„Mit meinem Elektrorollstuhl bin ich richtig schnell“, schwärmt Timon, nur damit kann er sich selbstständig bewegen. Über 100 Kilo wiegt das blaue Gefährt, das er perfekt beherrscht. „Zu Hause kann er ihn draußen benutzen, mitnehmen können wir den großen Rollstuhl in unserem alten Kombi nicht“, sagt Sandra Kirsch, die in Teilzeit als Justizangestellte arbeitet. „Urlaub und Besuche der Familie, die in Mecklenburg-Vorpommern lebt, sind schwierig, weil wir nicht einmal das Nötigste mitnehmen können.“ Neben dem Elektro-Rollstuhl müssten auch Sitzschale und Gestell, ein Dusch- und Toilettenstuhl und ein Seitenlagerungs-Kissen mit. „Das alles passt nur in einen Bus“, sagt Mirko Kirsch.

Keine einfache Entscheidung

„Hilfsmittel wie den Rollstuhl, die Reha-Karre oder auch einen Treppenlift zahlen, wie auch die Therapie, die Kassen“, erklärt er. Für ein Fahrzeug gebe es aber nur die geringe Unterstützung des Kreises, die reiche nicht. Jetzt hofft die Familie auf Spenden. „Wir haben uns die Entscheidung, mit unserem Anliegen an die Öffentlichkeit zu gehen, nicht leicht gemacht. Wir möchten für Timon aber jede Möglichkeit nutzen, ihm so ein normales und angenehmes Leben wie möglich zu bieten und hoffen auf Hilfe“, schreiben die Eltern auf ihrer Internetseite.

Die Internetseite und das Spendenkonto sind unter www.kleiner-held.com zu finden.

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