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Rendsburg Hier werden die Schutzmasken geprüft
Lokales Rendsburg Hier werden die Schutzmasken geprüft
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17:40 04.03.2020
Von Frank Scheer
Ulrich Kaiser, der seit 31 Jahren in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Rendsburg arbeitet, prüft eine Atemschutzmaske. Quelle: Frank Scheer
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Rendsburg

Schonend zieht Ulrich Kaiser die Atemschutzmaske über den Kopfdummy. Dann klickt der Mitarbeiter der Feuerwehrtechnischen Zentrale des Kreises mit seiner Maus auf Start. „Den Rest steuert der Computer“. Im Domizil an der Berliner Straße 4 in Rendsburg, dessen 24 Meter hoher Schlauchturm ein markantes Erkennungssymbol ist, werden die Einsatzgeräte aller 197 Feuerwehren im Bereich Rendsburg-Eckernförde auf Herz und Nieren geprüft – nach jedem Einsatz.

Vorentscheidung über Bau fällt am 9. März

Am kommenden Montag, 9. März, wird im Kreistagssaal eine Vorentscheidung fallen, ob im Gewerbegebiet Rendsburg-Süd die neue Feuerwehrzentrale für über 16 Millionen Euro gebaut wird. Einziehen sollen dort der Fachdienst Feuerwehr und Katastrophenschutz der Kreisverwaltung mit fünf Personen, die Feuerwehrtechnische Zentrale und der Löschzug Gefahrgut, der momentan in der Graf-von-Stauffenberg-Straße beheimatet ist.

Bisheriges Domizil ist 60 Jahre alt

Ulrich Kaiser, der seit 30 Jahren in den 1960 eingeweihten Räumen an der Berliner Straße 4 arbeitet, findet dieses Vorhaben zeitgemäß und freut sich auf den anvisierten Einzugstermin 2022. „Hier haben wir eigentlich zu wenig Platz und die Nähe zu den anderen Kollegen ist förderlich. Man spart vor allem Wege.“

2600 Schutzmasken werden pro Jahr geprüft

In der Feuerwehrtechnischen Zentrale sind sieben Mitarbeiter (6,5 Stellen) für die Prüfung der Atemmasken, Pressluftflaschen, Schläuche, aber auch Leinen, Gurte und Leitern zuständig. Ein verantwortungsvoller Job – denn im Einsatz muss alles stimmen. Jährlich nehmen Kaiser und seine Kollegen 2600 Atemschutzmasken unter die Lupe – im Abstand von sechs Monaten muss jede Maske, aber auch der Lungenautomat (nach einem Einsatz beides sofort) auf den Prüfstand. Und das erledigt die Zentrale in Rendsburg für die meisten freiwilligen Wehren. Die großen Wehren in Rendsburg und Eckernförde, aber auch Bordesholm und Hohenwestedt, hätten eigene hauptamtliche Gerätewarte dafür, so Kaiser.

Einmal jährlich wird ein Schlauch ausgewechselt

In der Halle stehen die frisch gefüllten Sauerstoffflaschen. „Die befüllen nur wir“, erklärte er. Eine Flasche bietet für 30 bis 45 Minuten Atemluft. Bei Großeinsätzen fährt die Feuerwehrtechnische Zentrale übrigens auch zu den Einsatzorten, um die Kräfte vor Ort mit Containern mit neuen Flaschen zu versorgen. In einer Hallenecke der Zentrale warten Schläuche darauf, dass sie abgeholt werden. Einmal pro Jahr müssen diese ausgewechselt werden.

Im 24 Meter hohen Turm wird getrocknet

Es gibt B-Schläuche, die sind 20 Meter lang. „Die dünneren C-Schläuche sind 15 Meter lang.“ Drei Farben sind zurzeit im Einsatz – rot, weiß und neuerdings auch ein schrilles gelb. In einer eigenen Waschstraße werden die Schläuche mit Wasser gereinigt. „Auf Chemikalien verzichten wir.“ Zum Trocknen werden die Schläuche dann in den 24 Meter hohen Turm gehängt. „Mittwoch und Donnerstag ist Waschtag. Übers Wochenende wird getrocknet“, erzählt Ulrich Kaiser.

Nach Neujahr ist der Andrang groß

Die Feuerwehren aus dem Flächenkreis melden sich bei der technischen Zentrale immer vorher an, damit alles gut koordiniert werden kann und nicht alle auf einmal kommen. „Ein beliebter Termin ist aber immer die erste Januarwoche, da haben alle Zeit“, so Kaiser. In dringenden Fällen fahre der Bereitschaftsdienst aber auch zu den Wehren.

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