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Rendsburg Fraktionen werfen SPD Populismus vor
Lokales Rendsburg Fraktionen werfen SPD Populismus vor
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06:02 09.07.2019
Von Sven Janssen
Auf dem Gelände der Gärtnerei Klemm (Foto), soll ein Seniorenpark entstehen, die SPD ist dagegen. Quelle: Sven Janssen
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Kronshagen

Das Gelände des ehemaligen Gartenmarktes Klemm soll zum Seniorenpark umgebaut werden. Der nötige Aufstellungsbeschluss wurde im Bauausschuss mit den Stimmen von CDU, Grünen und UKW gefasst. Nur die SPD stimmte dagegen. Sie möchte ein altersgemischtes Wohngebiet mit 30 Prozent sozialem Wohnungsbau.

SPD: Millionärsgrundstücke für junge Familien unbezahlbar

Die Rechnung, dass ältere Menschen in die kleineren Wohnungen umziehen und ihre Wohnungen für junge Familien freimachen, gehe nicht auf, kritisiert die SPD. Denn junge Familien könnten sich die Millionärsgrundstücke von CDU, Grünen und UKW nicht leisten.

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CDU: Es werden Wohnungen zu unterschiedlichen Preisen frei

„Die SPD sollte nicht versuchen, die Generationen gegeneinander auszuspielen“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Thomas Kahle, der dieser Behauptung widerspricht. Es gäbe in Kronshagen viele Senioren, die noch in kleinen und großen Einfamilien- und Reihenhäusern leben oder in Mietwohnungen. Der Wunsch nach kleineren Wohnungen sei groß, gerade wenn der Partner verstorben sei und die Arbeit im Haus nicht mehr so leicht von der Hand ginge. Wenn diese Menschen umziehen, dann würden Wohnungen mit ganz unterschiedlichen Preisen frei und stünden auch jungen Familien offen.

Angemessener Anteil sozialer Wonungsbau im Seniorenpark

Beim Seniorenpark erwarte man vom Bauherrn, dass die Planung den sozialen Querschnitt der Senioren wiederspiegele. Von den frei finanzierten Eigentums- und Mietwohnungen, müsse auch ein angemessener Teil sozial geförderter Wohnraum sein, so Kahle. Er erinnerte daran, das dieses bei allen Neubauvorhaben in den vergangenen Jahren, beispielsweise der Seilerei, im Hühnerland oder in der Kopperpahler Allee, der Fall gewesen sei.

Keine Altersdurchmischung im Seniorenpark

Generationenübergreifendes Wohnen im geplanten Seniorenpark lehnen die drei Fraktionen ab. „Eine Durchmischung von Studenten, jungen Paaren und Senioren innerhalb dieses Projektes zu realisieren, erscheint uns nicht sinnvoll, da ein Anbieter von Pflegeleistungen dort nur rentabel arbeiten kann, wenn es ausreichend Nachfrage nach Pflegeleistungen gibt“, begründete UKW-Fraktionsvorsitzende Jana Neiser. Diese Entscheidung bedeute aber nicht, dass junge Generationen in Kronshagen ausgeschlossen werden. Kronshagen unternehme große Anstrengungen, um gerade für junge Familien attraktiv zu sein, sagte Kahle.
Alle drei Fraktionen wiesen darauf hin, dass die Verwaltung und die Kommunalpolitik bei allen Wohnbauprojekten den gesellschaftlichen und sozialen Querschnitt der Menschen in Kronshagen im Blickfeld hätten.

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