Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Rendsburg Mit einem Klick nach Australien
Lokales Rendsburg Mit einem Klick nach Australien
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:53 31.05.2015
Von Wolfgang Mahnkopf
 Fehlerhafte Windkraftanlagen werden auf einem Großbildschirm angezeigt. "In Kap Nelson in Australien haben wir ein Problem“, sagt Sabine Meyer. Quelle: Wolfgang Mahnkopf
Osterrönfeld

Ob im 20 Kilometer entfernten Windpark Osterrade in der Gemeinde Bovenau oder über die Distanz von 16000 Kilometern zum Kap Nelson an der Südküste Australiens – die Mitarbeiter im Erdgeschoss des neunstöckigen Gebäudes, unweit vom Nord-Ostsee-Kanal gelegen, sind mit allen Windmühlen über Computer-Netzwerke verbunden und sorgen für einen störungsfreien Betrieb.

„Die Maschinen müssen laufen. Denn wir sichern unseren Kunden in Wartungsverträgen eine Verfügbarkeitszeit zu“, erläutert Sabine Meyer. Die Leiterin der Leitstelle betont: „Wenn wir unsere Verträge nicht erfüllen, sind Entschädigungen fällig.“ Um Zahlungen zu vermeiden, sei die Leitstelle 24 Stunden an jedem Tag im Jahr besetzt.

Herzstück des Kontrollraumes ist ein Großbildschirm mit einer Weltkarte, sichtbar für das gesamte Team. „Wenn in einer Windkraftanlage ein Fehler auftaucht, dann erscheint dort, aber auch auf den Bildschirmgeräten der Mitarbeiter die entsprechende Information.“ Rotorblätter mit Unwucht, heiß gelaufenes Getriebe, Ausfall eines Sensors – die Mitarbeiter in dem Hochsicherheitstrakt versuchen, den Fehler über eine Steuerungssoftware zu analysieren und beheben.

„Wenn das nicht gelingt, wird einer der 600 Techniker aus dem zuständigen Servicestützpunkt mit der Reparatur beauftragt. Das würde Geld kosten“, erläutert Sabine Meyer. Etwa 70 Prozent der Fehler können von Osterrönfeld aus behoben werden. Im Falle eines Auftrages teile die Leitwarte die Art der Fehlerbehebung, beispielsweise ein bestimmtes Austauschteil, mit. „Dafür haben wir PC-Programme als Nachschlagwerk erarbeitet.“ Immerhin seien 750 KW – wie auch sechs Megawatt-Windmühlen zu betreuen.

60 Mitarbeiter, darunter Maschinenbauingenieure und Elektrotechniker, bearbeiten in der Leitwarte an 20 Computerplätzen die Fehlermeldungen, aber auch Zustandsbeschreibungen wie beispielsweise zu hohe Windgeschwindigkeiten und Anfragen bei Wartungsarbeiten. „Das Leitwarteteam muss sich auf Deutsch und Englisch mit den 600 Servicetechnikern verständigen können“, sagt Sabine Meyer. Gearbeitet wird jeweils in vier Schichten mit mindestens zehn Mitarbeitern. Sollte die Zentrale zur weltweiten Kontrolle und Steuerung in Osterrönfeld ausfallen, dann steht Ersatz bereit. „Wir verfügen in unserem Trainingszentrum für Servicetechniker in Büdelsdorf über eine zweite Leitwarte. Dort sind wir 20 Minuten nach dem Störfall wieder einsatzfähig.“

Am Stadtrand von Rendsburg entsteht eine große Kläranlage für Regenwasser. Sie ergänzt einen über 35 Jahre alten Wassergraben in den Wiesen. Durch die neue Anlage fließt das ganze Oberflächenwasser aus dem Gewerbegebiet in Rendsburg-Nord.

03.06.2015
Rendsburg Haßmoor feiert 100. Geburtstag Zum Jubiläum schön gemacht

Haßmoor. Die Gemeinde Haßmoor mit den Ortsteilen Hoebek und Wittenkamp liegt zwischen Rendsburg und Kiel in landschaftlich reizvoller Lage am Rande des Naturparks Westensee. An diesem Sonnabend gibt es für die 290 Einwohner einen triftigen Grund zum Feiern: Das Dorf wurde am 5. Mai 1915 gebildet und besteht demnach seit 100 Jahren.

Wolfgang Mahnkopf 29.05.2015

Was macht eigentlich ein Ortsbeirat beim Schleswig-Holstein Musikfestival? Eine ganze Menge, wie bei einem Pressegespräch am Freitag mit SHMF-Konzertchef Frank Siebert und seiner Assistentin Lena Schneider in Bordesholm deutlich wurde.

Frank Scheer 29.05.2015