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Rendsburg Sich mit Julia wie Romeo fühlen
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14:03 24.06.2009
Holzbunge

Während Julia ein hochbeiniger katalanischer Großesel und damit ein spanisches Mädchen ist, kann Corli sich einer sizilianischen Herkunft rühmen und heißt mit vollem Namen Don Corleone. Beide sind etwa vier Jahre alt und damit gerade ausgewachsen.

Wie schon erwähnt: Sabine Rathmann, mit Pferden bestens vertraut, hat die Esel erst seit vergangenem Jahr. Für die Tierheilpraktikerin und Altenpflegerin war es Liebe auf den zweiten Blick. Gekauft hatte sie die Vierbeiner eigentlich nur, weil sie sich vorgenommen hatte, Touristen bei Wanderungen die Schönheit der Hüttener Berge nahe zu bringen. „Ich kenne hier Plätze, zu denen Urlauber normalerweise nie gelangen“, sagt sie. Dass man für solche Wanderungen unbedingt Esel bräuchte - diesen Floh hatte ihr dann ein Bekannter ins Ohr gesetzt und sie damit überzeugt.

„Aber als die beiden aus dem Transporter stiegen, fand ich sie echt hässlich“, gibt die Holzbungerin zu. „Schon zwei Tage später allerdings hätte ich sie nie mehr zurückgegeben.“ Einfach indem sie sich still auf die Wiese gesetzt und den Eseln längere Zeit zugeschaut habe, so Sabine Rathmann, sei plötzlich ihr Herz aufgegangen.

So läuft das also mit Eseln. Ehe man sich versieht, ist man in sie verschossen.

Julia und Corli haben auf jeden Fall ein einnehmendes Wesen. Ruhig und selbstbewusst wirken sie und geraten bei Weitem nicht so leicht in Panik wie Pferde. Sollten sie wirklich mal einen Schreck bekommen, laufen sie nur wenige Meter und bleiben wieder stehen. Anders als die meisten ihrer langmähnigen Verwandten lieben sie Magerkost, die durchaus mit Gestrüpp und Dornen versetzt sein kann. Zwar brauchen auch sie fürs Wohlgefühl mindestens einen Artgenossen um sich herum. Eselherden allerdings wird man selbst in der Natur nicht antreffen, sondern höchstens eine kleine Gruppe, in der jeder für sich selbst verantwortlich ist. So etwas wie eine Leitstute gibt es bei Eseln nicht. Jeder entscheidet selber, wo er hingeht und wie er dort hingelangt. Möglicherweise haben diese Tiere sich durch diesen Eigensinn den Ruf der Sturheit eingehandelt. In der zerklüfteten Felslandschaft ihrer Herkunftsorte aber ist er von Vorteil. Mit Dummheit hat dies überhaupt nichts zu tun - im Gegenteil.

Julia und Corli verstehen sich übrigens trotz ihrer verschiedenen Herkunft ausgezeichnet. Wenn es auf eine Wanderung gehen soll und sie hierfür mit Geschirr zurecht gemacht und mit Tragekorb ausgestattet wurden, scharren sie bald mit den Füßen. „Mensch, nun komm' aber auch in die Hufe“, teilen sie Sabine Rathmann und Thomas Petersen mit.

Letzerer unterstützt die Holzbungerin, weil er sich mit Eseln bestens auskennt: Der Tierpfleger ist im Haustierpark „Arche Warder“ für diese Art verantwortlich.

Zu ihren Wanderungen starten die vier vom nahe gelegenen Infozentrum Redderhus aus. Dort werden unter Tel. 04356/986107 auch Termine für die rund dreistündigen Unternehmungen bekanntgegeben. Einer beginnt am morgigen Donnerstag um 15 Uhr.

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