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Rendsburg Scheitert der Amtsneubau in Felde?
Lokales Rendsburg Scheitert der Amtsneubau in Felde?
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15:42 10.03.2020
Von Sven Janssen
Amtsdirektor Joachim Brand machte im letzten Finanz- und Bauausschuss plakativ deutlich, dass er sich den Ausstieg aus der Planung in Felde vorstellen kann. Quelle: Sven Janssen
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Felde

CDU und BFF sehen den Amtsneubau in Felde kritisch. In öffentlicher Sitzung diskutiert die Gemeindevertretung am Montag, 16. März, um 19.30 Uhr den Antrag der Fraktion, von einem Amtsneubau in Felde abzusehen und in den Kaufvertrag der vorgesehenen Fläche von 5000 Quadratmetern des Amtes vollumfänglich einzutreten. Ebenfalls ist beantragt, dass die Sanierung und Ertüchtigung des bestehenden Amtsgebäudes in Achterwehr unter Zugrundelegung eines Raumbedarfsplanes erfolgen soll.

Verlegung ins Gewerbegebiet wäre günstiger

Der Amtsausschuss möge beschließen, den Amtsneubau gegebenenfalls in einer anderen Gemeinde errichten zu lassen, heißt es im Antrag. Bredenbeks Bürgermeister Thorsten Schwanebeck habe dafür offiziell dem Finanz- und Bauausschuss des Amtes Flächen im gemeinsamen Gewerbegebiet von Bredenbek, Felde und Bovenau angeboten. Ein Neubau im Gewerbegebiet in Bredenbek hätte den Vorteil, dass die Grundstückskosten wesentlich geringer wären und keine Kosten für die Außengestaltung des Amtsgebäudes aufgewendet werden müssen, da nur Gewerbegebäude den Rahmen bilden würden, schreiben die Antragsteller.

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Die Zusammenarbeit von Felde und dem Amt steht auf dem Prüfstand

„Die Vorkommnisse der jüngsten Vergangenheit lassen vermuten, dass eine gedeihliche Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Felde und den Spitzen der Amtsverwaltung leider nunmehr unwahrscheinlich erscheint“, begründet Fraktionssprecher Rolf Sebelin (BFF/CDU), den Antrag. Grund für diese Annahme sei der Aufruf des Amtsdirektors keinen Neubau in Felde zu realisieren, schreibt die Fraktion. Außerdem habe der Verwaltungschef angekündigt, dass schon zum jetzigen Zeitpunkt zwei Mitarbeiter überlegen würden zu kündigen, falls der Neubau in Felde realisiert werde.

Das Filetstück von Felde kann auch anders genutzt werden

Die Fläche Op de Wisch sei eines der zentralen Filetstücke für die Entwicklung Feldes. Anstelle des Amtsgebäudes könnten hier im Zusammenhang mit den angrenzenden Gemeindeflächen Hütte und Hauskoppel die Entwicklung von bezahlbarem Wohnraum für Jung und Alt, Tagespflegestätten und mehr viel besser gestaltet werden. Zusätzlich spare Felde die jährlich rund 50.000 Euro zugesagten LzO-Mittel für den Amtsneubau. Diese könnten dann sinnvoll für Zwecke des ländlichen Zentralortes eingesetzt werden.

Fachanwalt soll Felde beraten

Für die notwendigen rechtlichen Schritte beantragt die Fraktion, einen Fachanwalt für Verwaltungsrecht zu beauftragen, der die Gemeinde beraten soll. „Es steht zu befürchten, dass die Amtsverwaltung aufgrund des Zwistes trotz gesetzlichem Auftrag die Gemeinde Felde in dieser Angelegenheit rechtlich nicht objektiv beraten kann“, heißt es in der Begründung. Die Beauftragung des Anwaltes sei nötig, weil das Ehrenamt in Felde rechtliche Beurteilungen nicht leisten könne.

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