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Rendsburg Im Nachthemd über den Wackel-Ponton
Lokales Rendsburg Im Nachthemd über den Wackel-Ponton
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14:17 21.07.2019
Von Beate König
Britta Joost auf Schlüsselsuche: Die Nummern auf den Werkzeugen wurden als Punkte beim Spiel ohne Grenzen gerechnet. Quelle: Beate König
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Bokel

Cocktailpause!“ münzte Britta Joost aus dem Starterteam des Fördervereins Freibad A.L.L.E. (Aktion Land- und Lebensqualität erhalten) kurzerhand die Wartezeit um, als nach der ersten Station beim Spiel ohne Grenzen am Sonnabend Nachmittag starker Regen auf mehr als 200 Zuschauer und acht Teams prasselte.

Die Freiwillige Feuerwehr, die Jagdgemeinschaft, der VfL Bokel, der Förderverein Freibad, der Kioskbetreiber, die Oldtimerfreunde Bokel, ein Team um Starterin Anja und eine Mannschaft aus Brammer hatten sich zum Fun-Turnier angemeldet.

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Während des Regengusses, als Blitze über Bokel zuckten und Donner grollte, bot sich im überdachten Sitzbereich gegenüber des Schwimmbadkiosks ein buntes Bild. Ein Stunde lang drängten sich Starter in rot-weißen Ringelbadeanzügen, Umhängen in Animalprint oder Blues-Brothers-Kostümen zwischen den Gästen.

Die "Nachtis“ machten in der vergnügt schwatzenden Menge eine Modenschau: blau, rosé, Blumen- und Pünktchenmuster fand sich in den feinen Stoffen der bauschigen Baumwollhemden, die auch Team-Mitgliedern Robert Hansen und Stefan Joost hervorragend kleideten. Die Outfits waren originale Stücke aus dem Fundus von Karin Pernot, der Schwiegermutter einer der Starterinnen.

Sechs Spiele hatte Rolf Godt, Vorsitzender des Fördervereins, mit einem Orga-Team ersonnen. „Nach dem ersten Spiel ohne Grenzen 2017 hatte uns der damalige Wehrführer Ulf Maschmann bestärkt, den wassernahen Wettkampf nochmal anzubieten“, erinnerte sich Godt.
Bei der Werkzeugschlüssel-Suche unter einem Schaumteppich im Kinderbecken wurden die Nummern der Schlüssel notiert – wer die kleinsten ertastete, bekam die meisten Punkte.

Beim hurtigen Hasten zerbrach ein Schwimmponton

Beim Wassertransport durch offene Rohre, bei dem mit Eimern und Tellern geschippt wurde, zählte die Litermenge. Keine Punkte gab es für den Lauf über eine schwimmende Wackelbrücke aus Styropor: Während eine Starterin hurtig über die Ponton-Strecke hastete, zerbrach eins der Schwimmelemente unter ihrem Fuß.

Das Wasserballett war von einem Kinofilm inspiriert

Die Disziplin Wasserballett zum Finale im großen Becken war inspiriert vom französischen Kinofilm „Männer im Becken“, erzählte Godt. Zum Rhythmus von Wunschmusik sprang eine der Vierer-Mannschaften beherzt ins Becken. Die „Nachtis“ schwammen Hand in Hand im Kreis, das Blues-Brothers-Team entledigte sich mit großer Geste ihrer Krawatten und Hemden.

In der Nacht wurde unterm Sternenhimmel geschwommen

Mit dem Sieg des Kiosk-Teams ging das Spiel ohne Grenzen nahtlos in eine Dorf-Fete über. Bis halb zwei in der Nacht wurde im Freibad unterm Sternenhimmel geschwommen. „Die letzten gingen am Sonntagmorgen um halb sechs,“ erzählte Rolf Godt.

Der Turnus für das Spiel ohne Grenzen ist zweijährig. „Mal sehen", so Godt, "ob das befreundete Freibad in Flintbek wieder einen Arschbomben-Contest macht.“

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