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Rendsburg Orgelwein und Orgelschwein sollen helfen
Lokales Rendsburg Orgelwein und Orgelschwein sollen helfen
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17:00 24.06.2019
Von Sven Janssen
Organistin Gertrud Reinel (links) und Pastorin Ina Strege zeigen auf der Schautafel, wie viele Menschen schon Patenschaften für Orgelpfeifen der Christuskirche übernommen haben. Quelle: Sven Janssen
Kronshagen

Alle Register ziehen, das kann Organistin Gertrud Reinel bei der Kleuker-Orgel in der Christuskirche schon lange nicht mehr. Im Gegensatz zu wirklich alten Orgeln habe das Nachkriegsmodell von 1963 nur eine begrenzte Haltbarkeit, erklärt Pastorin Ina Strege. Die verwandten Materialien, darunter auch Plastik, würden die Zeit nicht überstehen. Die Erkenntnis, dass die Kronshagener Orgel auf ihr Ende zugeht, ist nicht neu.

Organistin umspielt virtuos die Fehler

Wenn Reinel die volle Bandbreite der Register ausnutzen würde, wären die Fehlklänge jeden Sonntag zu hören. „Um deutlich zu machen, wie schlecht der Zustand unserer Orgel ist, wäre das ganz gut“, so Strege. Aber das könne man den Kirchenbesuchern auch nicht zumuten. So spiele Reinel virtuos um die Schäden herum. Und weil sie das gut macht, könnte man auf die Idee kommen, alles ist in Ordnung.

Sanierung ist teuer und die Folgekosten hoch

Ist es aber nicht. „Die Sanierung der Orgel würde rund 60.000 Euro kosten, und auch dann ist es noch keine gute Orgel, sagt Strege. Deshalb wurde beschlossen, eine neue Orgel zu bauen und dafür Spenden zu sammeln. Erstes Etappenziel: Bis zum Juni 2020 sollen für die erste Rate 130.000 Euro eingesammelt sein, damit der Vertrag mit dem Orgelbauer unterschrieben werden kann.

Mit Orgelschwein und Orgelwein zum Spendenziel

Dafür hat sich die Kirchengemeinde einiges ausgedacht. Kleine Orgelschweine, die man im Gemeindebüro bekommt, sollen mit dem Klimpergeld gefüllt werden, das übrig ist. „Am 25. August veranstalten wir dann ein großes Schlachtfest und leeren alle Sparschweine“, sagt Strege. Auch mit einem Orgelwein, wahlweise als Rot- oder Weißwein, kann man die den Orgelbau unterstützen.

Wer zwischen 50 und 1000 Euro investiert, kann Pate einer der neuen Pfeifen werden. Konzerte sollen dazu beitragen, das Spendensäckel zu füllen, wie auch Entdeckungsreisen zu anderen Orgeln oder zum Orgelbauer im Schwarzwald.

Mehr Verbundenheit durch Spenden

Die Frage, warum die Kirche den Orgelbau nicht selbst bezahlt, werde öfter gestellt, so Strege. „Wir gehören zwar zu den wohlhabenden Gemeinden, wollen unsere Rücklagen aber nicht auf Null fahren, um den nächsten Generationen noch ein Polster zu überlassen“, erklärt sie. Außerdem führe die Finanzierung durch Spenden auch zu einer größeren Verbundenheit mit der Orgel.

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