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Rendsburg Neue Dartsparte stellte sich vor
Lokales Rendsburg Neue Dartsparte stellte sich vor
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12:48 11.06.2019
Von Sven Janssen
Wibke (11, links) und Lucy (10) mussten beim Bungee Run mit aller Kraft gegen das Gummiseil anlaufen, um ihren Marker zu plazieren. Quelle: Sven Janssen
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Bredenbek

Ob Fußball, Tennis, Laufen oder Spaß beim Spiel ohne Grenzen, auch in diesem Jahr hatte die Sportwoche einiges zu bieten. Wer sich nicht so viel bewegen wollte, konnte beim Bingo seine Kreuzchen machen und Abends das große Lagerfeuer genießen, bei dem auch das neue Löschfahrzeug der Gemeinde seinen ersten Einsatz hatte. Mit Schlager und Karaoke-Party wurde bis in die Nächte hinein gefeiert.

Jetzt auch Dart am Start

Zum ersten Mal konnten im Vereinsheim des SSV auch Dartpfeile geworfen werden. Gerade rechtzeitig zur Sportwoche ist die neue Dartanlage mit drei Wettkampfscheiben fertig geworden. „Ich spiele schon seit über 20 Jahren Dart“, sagte Maik Bachmann, der von Rheine nach Bredenbek gezogen ist. „Da kam die Idee auf, eine Sparte im Sportverein zu gründen, um auch an Wettkämpfen teilnehmen zu können“, so Bachmann.

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Gesagt getan, für gut 500 Euro wurde die Anlage installiert und beim Schnuppertag viel genutzt. Auch Bürgermeister Thorsten Schwanebeck (FWB) probierte sich im Pfeilewerfen.

Ehrenamtliches Engagement fehlt

„Die Sportwoche ist ein Erfolg“, sagte Vereinschef Bruno Zeidler. Seit 1976 gehört sie fest ins Programm des Sportvereins. Anfangs waren es noch acht Tage, die der Verein angeboten hat. „Dafür fehlen uns heute die freiwilligen Helfer“, so Zeidler, deshalb sei das Programm auf vier Tage zusammengeschmolzen.

Der Verein hat 620 Mitglieder, halb so viel wie Bredenbek Einwohner hat. Die Größe macht auch Probleme. Seit Jahren sei klar, dass die alte Einfeldhalle nicht nur sanierungsbedürftig, sondern auch zu klein sei, sagte Zeidler. „Es ist eine Daddelhalle, die für Wettkämpfe und Turniere nicht geeignet ist.“ Er hoffe, dass die Politik das Thema jetzt zügig anpacke.

Sportverein für Zweifeldhalle

„Bei der Vereinsgröße brauchen wir eine Zweifeldhalle mit zusätzlicher Gymnastikhalle“, umreißt Zeidler den Bedarf des Vereins, der auch viele Mitglieder aus dem Umland hat. Drei bis vier Millionen dürfte eine solche Halle kosten, das sind zumindest die Schätzungen aus Melsdorf, die in gleicher Größe bauen wollen.

Der Bürgermeister, der sich im Hintergrund im Dart übte, nahm das Thema Sporthallenneubau mit Humor und witzelte: „Ich habe heute schon mal vier Pfosten eingeschlagen, das hat für einiges Aufsehen gesorgt.“ Für die politische Entscheidung solle jetzt zuerst der genaue Bedarf ermittelt werden, sagte Schwanebeck. Zeidler schlug vor, auch die Umland-Gemeinden zu beteiligen, die die Halle mit nutzen.

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