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Rendsburg Kantorei feierte Bach mit Trommelwirbel
Lokales Rendsburg Kantorei feierte Bach mit Trommelwirbel
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13:13 23.12.2019
Von Beate König
Der Kantatenchor St. Marien Rendsburg erzeugte mit einem rasant wirbelnden "Jauchzet, frohlocket!" Sogwirkung. Quelle: Beate König
Rendsburg

Kantor Volker Linhardt hatte beim Weihnachtskonzert in St.Marien zwischen die Kantaten I und III aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach das Weihnachtskonzert von Arcangelo Corelli gestellt. Der Bruch mit Hörgewohnheiten hatte erfrischende Wirkung. Die farbenreichen Sätze des selten aufgeführten Werks öffneten den Zugang zu den bekannten Bach-Kantaten neu. Wie zögernde erste Schritte der Hirten in Richtung Stall klangen im „Grave“ Halbtonläufe, Freude strahlte aus den virtuosen Sequenzen im „Vivace“.

Volker Linhardts Konzept, die barocke Prachtentfaltung durch eine gute Portion modernen Tempos zu steigern, kam in der gut besuchten St. Marienkirche bestens an: Zum Schluss gab es stehende Ovationen für ein inspiriertes Konzert, das bestens aufgelegte Musiker der Kieler Philharmoniker und des Landessinfonieorchesters Schleswig-Holstein gestalteten.

Charakteristische Klangfarben präzise ausgebaut

Virtuose Trommelwirbel eröffneten wie Böllerschüsse beim Feuerwerk den Eingangschor „Jauchzet, frohlocket“, bei dem der vielköpfige Kantatenchor St. Marien auch in festlich-rasanter Geschwindigkeit höchste Tonsicherheit und Texttransparenz bewies. Präzise baute der Chor die charakteristischen Klangfarben auch der nachfolgenden Choräle aus. Nach dem Jubelton zum Start, war die Frage „Wie soll ich Dich empfangen?“ nachdenklich verhalten gesetzt. Markant hervorgehoben war wie ein Motto des Konzerts das „voller Freud“ im Choral „Ich will dich mit Fleiß bewahren“. Eindringlich fordernd geriet dem Chor der Satz „Seid froh dieweil“.

Collin Schöning füllte die Partie des Evangelisten mit großem Ton und enormer Elastizität aus. Er überzeugte dramatisch und feinsinnig als Erzähler mit sprühend triumphalen Grundton. Sehr homogen verbanden Bass Ansgar Hüning und Sopranistin Zsuzsa Bereznai im Duett „Herr, dein Mitleid, dein Erbarmen“ die langen Läufe ihrer Solo-Partie. Wie ein tiefes Gebet klang die Alt-Arie „Schließe mein Herz“ in der Interpretation von Manuela Mach.

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