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Rendsburg 160.000 Euro für ökologischen Landbau
Lokales Rendsburg 160.000 Euro für ökologischen Landbau
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07:06 26.05.2018
Landwirt Jens Stange weist Staatssekretärin Anke Erdmann auf die Besonderheiten ökologisch angebauter Futterpflanzen hin. Quelle: Susanne Wittorf
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Flintbek

„Mit diesen Mitteln sollen in den kommenden zwei Jahren Informationsangebote ausgebaut und Impulse für die Branche gegeben werden“, erklärte Erdmann das Anliegen der Landesregierung. Ziel sei ein verbesserter Austausch und eine engere Vernetzung der ökologisch wirtschaftenden Landwirte. „Der Bedarf steigt“, sagte die Staatssekretärin aus dem Landwirtschaftsministerium.

55.800 Hektar werden im Land ökologisch bewirtschaftet

In Schleswig-Holstein hat der Ökolandbau in den vergangenen Jahren stetig an Bedeutung gewonnen. Im letzten Jahr wuchs die ökologisch bewirtschaftete Fläche um rund 6200 auf 55800 Hektar und liegt damit aktuell bei 5,4 Prozent. Landesweit betreiben 641 Betriebe Ökolandbau.

Jede Kuh gibt 9350 Liter Milch im Jahr

Einer davon gehört Dagmar und Jens Stange. 130 Hektar umfasst ihr Flintbeker Hof. Mit 78 Milchkühen, einem Deckbullen sowie 70 Jungtieren und Kälbern erwirtschaftet er eine durchschnittliche Leistung von 9350 Litern Weidemilch pro Kuh und Jahr. 32 Hektar werden als Dauergrünland genutzt, der Rest als Ackerland für verschiedene Getreidesorten, die als Bio-Brotgetreide an regionale Mühlen geliefert werden.

„Ich habe meine Lehre Anfang der 80er-Jahre gemacht“, sagte Jens Stange. „Damals lautete das Credo: Viel produzieren, damit alle etwas zu essen haben. Ökos wurden als Spinner belächelt“. Heute bezeichnet er schnelles Wachstum um jeden Preis „als Wahnsinn.“

Von Susanne Wittorf

Hans-Jürgen Jensen 26.05.2018
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