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Rendsburg In Norddeutschland ist das Wasser gut
Lokales Rendsburg In Norddeutschland ist das Wasser gut
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15:45 15.09.2019
Von Beate König
Das Plätschern des Rohwassers in die Betonbecken, in denen Mangan ausgefällt wird, war für die Besucher beim Tag der Offenen Tür im Wasserwerk kaum wahrnehmbar. Quelle: Beate König
Nortorf

Der Verband der schleswig-holsteinischen Energie- und Wasserwirtschaft (VSHEW) hatte den Tag der Offenen Tür im Wasserwerk landesweit propagiert, 14 Stadtwerke machten mit, berichtete Pressesprecher Ralf Seidel.
Matthias von Schassen, Abteilungsleiter des Bereichs Gas und Wasser bei den Stadtwerken Nortorf, führte Gruppen durch die Gebäude auf dem rund einen Hektar großen Gelände Am Heidberg 5.

„Wir haben sehr gutes Wasser in Norddeutschland“, erklärte Matthias von Schassen zur Aufbereitungstechnik: Durch Belüftung des Rohwassers werden Methan und Kohlendioxid entfernt, Anteile an Eisen und Mangan flocken durch eine weitere Belüftung in Quarzkiesfiltern aus.

Der Nitratanteil im Nortorfer Trinkwassers liegt seit Jahren bei konstant vier bis acht Milligramm pro Liter – deutlich unter dem gesetzlich zulässigen Grenzwert von 50 Milligramm. Bis in die 80er-Jahre war das anders: Damals wurde nachgewiesen, dass aus vier Brunnen, die aus 20 bis 45 Meter Tiefe oberflächennahes Grundwasser in die 1952 aufgebaute, zentrale Trinkwasserversorgung in Nortorf förderten, Wasser mit einem Nitratanteil von 80 bis 90 Milligramm pro Liter kam.

Flachbrunnen in Nortorf wurden stillgelegt

In der Landwirtschaft eingesetzte Düngemittel wurden für den hohen Nitratwert verantwortlich gemacht. Dazu war FCKW im Wasser nachgewiesen worden. Die Flachbrunnen wurden still gelegt.

Die drei neuen Brunnen am Föhrenskamp in Bargstedt fördern seitdem aus 60 bis 120 Meter Tiefe Rohwasser, das über eine 4,5 Kilometer lange Leitung zum Wasserwerk läuft. Das Nitrat aus dem oberflächennahen Grundwasser könne wegen mächtiger Deckschichten nicht bis in die eiszeitlichen Wasserschichten durchsickern, sagte von Schassen.

„Nach 30 Jahren müssen die Komponenten im Wasserwerk erneuert werden“, berichtete von Schassen. 80000 Euro konnten die Stadtwerke aus dem Programm Step Up des Bundes dafür einwerben. 2021 muss nach 30 Jahren die wasserrechtliche Bewilligung der Brunnen erneuert werden. Derzeit stehen die Stadtwerke für die Erneuerung mit der Unteren Wasserbehörde und dem geologischen Landesamt in Kontakt.

Ein Kubikmeter Trinkwasser kostet bei den Stadtwerken 1,40 Euro. 550000 bis 600000 Kubikmeter Wasser verkaufen die Stadtwerke pro Jahr an 2400 Abnehmer - Privathaushalte und Unternehmen in der Region. Sollten alle drei Brunnen gleichzeitig ausfallen, können dank der 1300-Kubikmeter-Speicherkapazität der 1987-1991 gebauten Reinwasserbehälter die Abnehmer 24 Stunden weiter mit Wasser versorgt werden. Ein Ausfall aller Brunnen sei allerdings noch nie vorgekommen.

Leitungswasser wird oft kontrolliert und ist günstig

Der Thienbütteler Werner Seefeldt war vom Tag der Offenen Tür begeistert. „Ich habe früher auf dem Gelände gespielt, wir sind durch den Zaun geklettert,“ erinnerte sich der 64-Jährige. Sein Tipp, um im Sommer Wasser zu sparen: Pflanzen mit Regenwasser gießen, dass man in Tonnen sammelt.

Tipp von Winfried Bentke aus dem Vorstand der Stadtwerke: Von gekauftem Mineralwasser auf Leitungswasser umsteigen. Das Lebensmittel ist hochwertig und wird 80 mal im Jahr kontrolliert. 1000 Liter Wasser aus dem Discounter kosten rund 130 Euro, aus dem Wasserhahn gerade 1,40 Euro.

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