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Rendsburg Das soll sich bald für Radfahrer ändern
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18:50 12.02.2020
Von Florian Sötje
Ein Bild, das man in Kronshagen künftig häufiger sehen könnte. Radfahrer fahren auf der Straße – getrennt vom Autoverkehr durch einen Schutzstreifen. Quelle: Florian Sötje
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Kronshagen

Das Konzept soll die Grundlage bilden, um Teile des Straßenverkehrs in der Gemeinde neu zu ordnen. Insbesondere gilt dies für die Radfahrer. Denn diese sollen, wenn es nach einer Novelle der Straßenverkehrsordnung aus dem Jahr 1997 geht, eigentlich schon seit Langem auf der Straße fahren - zumindest, solange keine Sicherheitsaspekte dagegen sprechen.

Radfahrer sollen ins Blickfeld der Autofahrer - zu ihrer eigenen Sicherheit

Die Realität sieht in vielen Kommunen anders aus - so auch in Kronshagen. Während ein Schutzstreifen in der Kopperpahler Allee Radfahrer einseitig auf die Straße führt, dominieren vielerorts beidseitig zu befahrende Radwege. Doch gerade in Verbindung mit Kreuzungen und Grundstückszufahrten kommt es durch diese Radverkehrsführung häufig zu Unfällen mit Radlern. Ein grundsätzliches Ziel des Konzeptes sei die Verkehrssicherheit, sagte Experte Michael Hinz im Kronshagener Verkehrsausschuss. "Daher sollen Radfahrer ins Blickfeld der Autofahrer", ergänzte Hinz. Die Lösung ist der sogenannte Mischverkehr. Rad- und Autofahrer teilen sich die Fahrbahn, unter Umständen getrennt durch einen Schutzstreifen.

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Voraussetzungen für Mischverkehr in Kronshagen gegeben

Die zulässige Geschwindigkeit sowie die Anzahl der fahrenden Autos auf einer Straße entscheiden darüber, ob ein Mischverkehr möglich ist. In Kronshagen sind die Voraussetzungen für diese Führung häufig gegeben. So hätten die Verkehrszählungen ergeben, dass eine Benutzungspflicht von Radwegen aus Sicherheitsaspekten nur in der Eckernförder Straße, Claus-Sinjen-Straße, Dorfstraße und Kieler Straße gegeben sei, sagte Verkehrsplaner Michael Hinz.

Veränderungen im Zuge der Straßendeckenerneuerung

Die ins Visier genommenen Maßnahmen können mit Markierungsarbeiten umgesetzt werden. Da die Erneuerung von bestimmten Straßendecken in der Gemeinde in diesem Jahr anstehe, sei eine Verknüpfung sinnvoll, sagte Bürgermeister Ingo Sander (CDU). "Die Verwaltung empfiehlt, die Markierungsarbeiten mitzumachen, da es naheliegend und die Empfehlung des Experten ist", sagte er.

Auswirkungen auf die Verkehrsführung hätte dies im Suchsdorfer Weg zwischen Gemeindegrenze und Schul- und Sportzentrum. So würden Radfahrer künftig in Richtung Kiel auf einem Schutzstreifen auf der Fahrbahn fahren. Der Angebotsradweg bliebe erhalten, wäre aber nur in Richtung Ortsmitte zu befahren.

Eine weitere Maßnahme hätte Auswirkungen auf die Kreuzung von Kopperpahler Allee und Eichkoppelweg. Hier sollen vorgelagerte Haltelinien für Radfahrer entstehen.

Wer als Radfahrer vom Bürgerhaus aus auf dem Eichkoppelweg in Richtung Suchsdorfer Weg unterwegs ist, soll künftig weiterhin auf dem bestehenden Angebotsradweg fahren. In die entgegengesetzte Richtung bliebe der jetzige Geh- und Radweg aber nur noch den Fußgängern vorbehalten. Für die Radfahrer würde ein 1,50 Meter breiter Schutzstreifen markiert werden.

Einen Schutzstreifen in Fahrtrichtung Kiel bekäme auch der Eschenkamp. Der Angebotsradweg von der Gemeindegrenze bis zur Kurve auf den Hasselkamp bliebe bestehen.

Geplanter Schutzstreifen im Hasselkamp scheitert an Fahrbahnbreite

Im Hasselkamp war ursprünglich auch ein Schutzstreifen geplant. Doch die Fahrbahnbreite lässt dies nicht zu. Dennoch soll aus dem bestehenden Geh- und Radweg ein reiner Gehweg werden. Radfahrer sollen in beide Richtungen auf der Straße fahren. Da sich im Hasselkamp in Richtung Rathaus Parkbuchten aneinander reihen, sieht der Plan vor, einen Sicherheitstrennstreifen und Rad-Piktogramme zu markieren, um aussteigende Autofahrer auf die Radler aufmerksam zu machen.

Für eine Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen im Zuge der Straßendeckenerneuerungen sieht Bürgermeister Sander keine ernsthafte Alternative. „Es wäre auch ein erstes sichtbares Zeichen, dass wir etwas tun“, sagte er.

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