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Rendsburg Sabine rief Einsatzkräfte auf den Plan
Lokales Rendsburg Sabine rief Einsatzkräfte auf den Plan
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19:14 10.02.2020
Auch am Montagmorgen hatten die Wehrleute aus Molfsee noch genügend zu tun: Sturm Sabine hatte einen Baum auf ein Haus krachen lassen. Quelle: Feuerwehr Molfsee
Mielkendorf/Rendsburg.

In Mielkendorf etwa musste die Feuerwehr Straßen sperren und umgestürzte Bäume zersägen. Auch der Starkregen am Nachmittag sorgte für weitere Alarmierungen. Unter anderem stand ein Keller unter Wasser. Weitere Einsätze wegen umgestürzter Bäume folgten am Montag.

Spezialist lobt Verhalten der Bevölkerung

Entspannter stellte sich die Lage in Nortorf dar: Heftige Stürme bedeuten eigentlich auch für Versicherungen viel Arbeit. Der Orkan „Sabine“ war bis Montagnachmittag jedoch eine Ausnahme. „Bisher sind wir glücklicherweise sehr glimpflich davon gekommen“, sagte Achim Drews, Bezirkskommissar der Provinzial in Nortorf. Es waren nur zehn Schadensmeldungen eingegangen. „Wir waren auf Schlimmeres vorbereitet“, bekennt der Spezialist. Dabei handelte es sich um Kleinschäden wie Dachziegel, die vom Haus geweht worden waren. „Ich glaube, die Warnungen in den Medien haben gegriffen, sodass die Leute lieber zu Hause geblieben sind“, sagte Drews. Überdies sei „Sabine“ ein Frühjahrssturm. Da die Bäume momentan keine Blätter hätten, böten sie weniger Widerstand.

In Timmaspe brannte ein Baum

65 Sturm-Einsätze zählte die Feuerwehr am Wochenende im Kreis Rendsburg-Eckernförde: umgestürzte Bäume, abgerissene Äste, herunter gewehte Dachziegel, umgerissene Bauzäune. Die Rendsburger Wehr räumte Äste von der Autobahn A210. Menschen wurden nach Angaben von Feuerwehr-Sprecher Daniel Passig nicht verletzt. Der spektakulärste Einsatz war in Timmaspe gegen 17 Uhr. Sturmtief Sabine schleuderte dort am Bahnübergang einen Baum auf die Oberleitung. Als die Wehr in die Richtung fuhr, brannte der in der Oberleitung hängende Baum bereits, sagt Jörn Klattka, der stellvertretende Wehrführer. Kurz darauf sei die Leitung gerissen, ein Feuerball habe sich gebildet. Weil die Wehr von ihrer Leitstelle in Kiel keine Freigabe zum Betreten des Bahndamms bekommen und keine unmittelbare Gefahr bestanden habe, sei sie wieder abgerückt. Am späteren Sonntagabend habe ein Reparaturzug der Bahn die Oberleitung instand gesetzt.

In Neumünster sorgte das Sturmtief dagegen für wenig Unruhe. Die dortige Feuerwehr vermeldet lediglich sieben durch den Sturm bedingte Einsätze.

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