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Rendsburg Freudensprünge auf Japanisch
Lokales Rendsburg Freudensprünge auf Japanisch
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00:38 14.08.2014
Von Sven Janssen
Takeshi Okamoto (von links), Akiaha Hatayama, Mizuho Kaneko , Rikuo Kajiwara und Gruppenleiter Katsunori Yamamoto aus Japan sind von Deutschland begeistert. Quelle: Sven Janssen
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Kronshagen

„Das Interesse, nach Deutschland zu kommen, war schon immer da“, sagte Mizuho Kaneko. Die 20-Jährige hatte an dem Auswahlverfahren der JJSA, dem japanischen Gegenstück zur Deutschen Sportjugend, teilgenommen und durfte nach Deutschland reisen. In Frankfurt kamen vor einer Woche alle japanischen Jugendlichen an und wurden auf das Bundesgebiet verteilt. „Beim TSV sind sie für eine Woche Gäste, dann geht es weiter nach Flensburg“, erklärte TSV-Jugendwart Arne.

 „Ich war das erste Mal in einer Kirche“, erzählte Rikuo Kajiwara. Besonders beeindruckt sei er vom Hamburger Michel gewesen. Die Gebäude waren es auch, die Lukas Osthoff bei seinem Besuch in Japan ins Auge fielen. „Europäische Architektur gibt es dort nicht“, erzählte der 20-Jährige von seinem Besuch in der Präfektur Akita. Aufgrund der Gebirge seien etwa nur ein Fünftel des Landes zu bewirtschaften, so das sich die Siedlungen sehr auf Ballungsräume begrenzen. „Es gibt viele Wolkenkratzer in Japan, schon das Rathaus in Tokio ist 45 Stockwerke hoch.“ Obwohl die Lebenshaltungskosten dort relativ hoch sind, würde Osthoff jederzeit wieder nach Japan reisen.

 Auch den Japanern gefällt es in Deutschland. Neben einer Fahrt auf dem Raddampfer Freya, haben sie Hamburg besucht, sind in Rendsburg Schwebefähre gefahren, haben sich Kiel angeschaut und waren in Eckernförde am Strand. Den engsten Kontakt hatten sie aber zu ihren Gastfamilien. „Die Verständigung bei uns lief mit Händen und Füßen“, erzählte Lorenz Engel. Zum Teil ging es auf Englisch, mal half Google als Übersetzer weiter oder auch die Sprachfibel, die die Sportjugend entwickelt hat. Bei allen gemeinsamen Terminen stand Anne-Marie Heydeck, die Ostasienwissenschaften studiert hat, als Dolmetscherin zur Seite. Im kommenden Jahr sollen wieder vier Jugendliche aus Kronshagen nach Akita reisen.