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Rendsburg Viel Leidenschaft zwischen Blühendem
Lokales Rendsburg Viel Leidenschaft zwischen Blühendem
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19:34 28.04.2019
Von Frank Scheer
Das Angebot in Molfsee war riesig. Zwischen Erdbeer- und Schokominze überlegte Anna Wieteck, was in ihren Korb darf, der schon randvoll war. „Ich bin gerade erst gekommen“, erzählte sie schmunzelnd. Speziell für ihren Schrebergarten kaufte sie Kräuter ein. Quelle: Frank Scheer
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Molfsee

Der Name verspricht Leidenschaft: „Brennende Liebe“. Und Hobbygärtner fahren darauf ab. Die Stauden der Lychnis chalcedonica gingen zuhauf über die Theke von Gisela und Kai Rösick. „Früher gab es diese feuerrote Blume fast in jedem Bauerngarten. Dann ist sie irgendwie in Vergessenheit geraten“, erzählte er. Seit drei Jahren züchtet der Landschaftsplaner aus Panker diese und andere Wildstauden. Die Nachfrage ist riesig. „Die Menschen denken wieder ökologischer.“

Gefährdete Bienen stehen auf Wildstauden

Neben der „Brennenden Liebe“ würden der Wiesen-Storchenschnabel und die Weber-Karde auch gut nachgefragt werden, berichtete Gisela Lentz-Rösick. Dabei handele es sich ebenfalls um ganz alte Pflanzen. „Unsere Wildstauden sind den ganzen Winter über draußen. 90 Prozent unserer Pflanzen sind gut für Insekten, insbesondere für die gefährdeten Bienen“, fügt sie hinzu. Madleine Mühmel schwört auf das Angebot des Ehepaars. „Ich habe hier bereits im vergangenen Jahr eingekauft. Meine Ernte war reichlich“, so die Kielerin. Diesmal kaufte sie eine alte Erdbeersorte, Tomaten und Rhabarber ein.

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Molfsee: Ein rostiger Spaten als Regenmesser

Deko-Artikel für den Garten sind nicht erst seit einiger Zeit voll im Trend. Rankgitter oder bunte sowie sich drehende Windspiele in allen Variationen waren in Hülle und Fülle zu sehen. Ideen wurden natürlich auch geliefert – zum Beispiel, was man aus einem rostigen Spaten machen könnte: Die Schaufelfläche durch ein lustiges Motiv neu gestalten, den Spaten umdrehen und als Regenmesser einsetzen. Die industriell per Laser gestaltete Variante konnte an einem Stand bestaunt werden.

Kunden kaufen auch Skulpturen

Kleine und große Skulpturen rundeten das Angebot ab. Kurz hinter dem Eingang hatte der Steinmetz Frank Speth seine Werke aufgebaut. „Der tanzende Graf“, „Auf dem stillen See“ und „Die verlieben sich“ waren nicht nur ein Blickfang. „Die Leute kaufen auch, oft ist es eine emotionale Bauchentscheidung“, erzählte der Künstler, der seit acht Jahren auf solchen Märkten wie in Molfsee präsent ist.

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