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Rendsburg Kritik an Krebs wegen Architektenauftrag
Lokales Rendsburg Kritik an Krebs wegen Architektenauftrag
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17:45 12.07.2017
Von Gunda Meyer
Der Förderverein Museum mit dem Vorsitzenden Lutz Bertram muss sich weiter gedulden, bis eine Entscheidung in Sachen Museumsumzug vorliegt. Nach derzeitigem Stand wird die SPD das Vorhaben ablehnen. Quelle: Gunda Meyer
Nortorf

SPD und CDU hätten beide von dem Vorgehen nichts gewusst.

Im Bauausschuss im Juni hatten Willi Gronewald (SPD) und Michael Landek (Grüne) gefragt, wer dem Architekten den Auftrag erteilt habe. Bürgermeister Krebs teilte dort zunächst mit, dass er drei Architekten-Angebote eingeholt habe und Treichel als günstigstem den Auftrag erteilt habe. Wenig später revidierte er die Aussage jedoch und betonte, dass der Architekt die Planungen als Gefälligkeit für den Museumsverein gemacht habe. Nun machte Krebs deutlich, dass sich die Gefälligkeit nur auf eine erste Kostenkalkulation vor der Auftragsvergabe bezogen habe.

SPD tritt aus Arbeitskreis aus

„Die CDU hat gelogen, wir können Ihnen nicht mehr trauen. Unter diesen Voraussetzungen hat die Zusammenarbeit in der Arbeitsgruppe für uns keinen Sinn mehr“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Willi Gronewald. Die SPD hat in ihrer Fraktionssitzung am Dienstagabend beschlossen, endgültig aus der Arbeitsgruppe auszutreten, die weiter an der Konzeption für einen Umbau arbeiten sollte. Die Sozialdemokraten wollen stattdessen einen Alternativvorschlag fürs Museum erarbeiten und diesen auf die Tagesordnung der nächsten Bauausschuss-Sitzung bringen.

CDU hat nichts vom Architektenauftrag gewusst

Den Vorwurf der Lüge lässt der CDU-Ortsvorsitzende Torben Ackermann nicht auf sich sitzen: „Ich habe zu jeder Zeit nach meinem Wissensstand die Wahrheit gesagt.“ Er habe nichts vom Architektenauftrag gewusst, den der Bürgermeister Krebs erteilt hat. Er habe nur von der ersten groben Kostenaufstellung gewusst, die der Architekt zwischen Juli und September vergangenen Jahres als Gefälligkeit für den Museumsverein erstellt hat. „Von dem Architekten-Auftrag habe ich erst in der Bauausschusssitzung im Juni erfahren.“

Bürgermeister weist Vorwürfe zurück

Dass er ohne politischen Auftrag gehandelt habe, weist Horst Krebs von sich: „Ich habe alles in Abstimmung mit der Verwaltung gemacht.“ Einen Auftrag habe es insofern von der Stadtverordnetenversammlung gegeben, als dass diese für Planungskosten Gelder in den diesjährigen Haushalt eingestellt hat. „Das ist korrekt gelaufen“, bestätigte Amtsdirektor Dieter Staschewski. Bis zu einer Größenordnung von 50000 Euro dürfe der Bürgermeister laut der Hauptsatzung der Stadt Vergaben aus Haushaltsmitteln vornehmen, „und diese Vergabe lag deutlich unter der Obergrenze“, so der Amtsdirektor.

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