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Rendsburg Mit Flugzeugturbinen gegen Bremswagen
Lokales Rendsburg Mit Flugzeugturbinen gegen Bremswagen
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17:05 10.06.2019
Von Sven Janssen
Smoking Devil machte in der Klasse 3,5 Tonnen Limited Modified viel Rauch und seinem Namen alle Ehre. Quelle: Sven Janssen
Haßmoor

100 Meter, die über Sieg oder Niederlage entscheiden. Wenn die grüne Flagge gezeigt wird, müssen die Fahrer das Gas gut dosieren, damit die Reifen der PS-Monster beim Start nicht den Grip verlieren. Mit Vollgas stemmen sich die hochgezüchteten Kraftprotze dann mit mehreren tausend PS gegen die Kraft des bis zu 25 Tonnen schweren Bremswagens.

Die wahren Hingucker sind dabei die Starter in den freien Klassen. Panzermotoren, Hubschrauberturbinen oder Triebwerke aus einem Jagdbomber treiben sie mit Diesel, Kerosin oder Methan an.

Aus Langeweile mit dabei

„Eigentlich war uns nur langweilig, und wir wollten mal gucken, was hier los ist“, sagt Marcus Thies aus Sehestedt. Mit seiner Frau Maike, Sohn Marvin und Tochter Merle ist er zum ersten Mal in Haßmoor. „Wir haben etwas anderes erwartet“, gesteht der Familienvater. „Wir sind aber total begeistert.“ Auch Marvin hat seinen Spaß. Die Starts beobachtet er von Papas Schultern, und wenn es losgeht, hält er sich die Ohren zu. „Das ist ganz schön laut.“ Merle stört das weniger, sie genießt ihre Bratwurst.

Die vielen tausend anderen Besucher sind am Morgen schon mit Kühltaschen, Decken und Stühlen angereist, um ihre Teams zu bewundern und sich gute Plätze zu sichern. Das Green Monster Team steht ganz weit oben in der Gunst der Fans und hat auch in diesem Jahr nicht enttäuscht. „Es war ein klasse Lauf“, sagte Fahrer Jannis Rüter, nachdem er in der 3,5-Tonnen- Klasse den Bremswagen 123 Meter hinter sich her geschleift und damit Platz eins gesichert hat.

Mit 6000 PS zum Sieg

In seinem Green Monster Stage IV werkeln gleich zwei Allisson V12 Motoren, die aus Jagdbombern P38 oder P51 stammen, die im Zweiten Weltkrieg geflogen sind - zumindest die Basis, das Motorengehäuse. Das ganze Drumherum ist moderne Technik, die elektronisch präzise gesteuert wird, um mit Methanol gute 6000 PS aus den Motoren zu holen, die nur auf die Strecke ausgerichtet sind.

„Ich schraube gern, habe Spaß an der Technik und fahre gern“, sagt Rüter (21), der über die genauen Kosten für den Rennstall nicht reden möchte. Nur soviel: Ohne Sponsoren gehe es nicht, und die Investitionen lägen deutlich im sechsstelligen Euro-Bereich.

Immer an der Leistungsgrenze

Spannend bei den Wettkämpfen ist, ob die Leistung auf den Punkt stimmt, und Motor und Fahrzeug halten. Kleine Dinge können zwischen den Läufen gerichtet werden, aber es gibt auch Totalausfälle. Beim Team Swedisch Iron Toy hat die brachiale Kraft des Motors die Vorderachse brechen lassen, die Räder waren ab und der Traum auf einen Sieg in der 0,95 Tonnen Mini Modified ausgeträumt. Von den vielen Zuschauern gab es trotzdem Applaus.

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