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Rendsburg Tunnelbaustelle: Vertrauen ist weg
Lokales Rendsburg Tunnelbaustelle: Vertrauen ist weg
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00:27 25.05.2015
Von Hans-Jürgen Jensen
Jens van der Walle (von links), Wolfgang Kubicki, FDP-Fraktionschef im Landtag, und Uli Wachholtz, Präsident beim Unternehmensverband Nord, beim Mai Meeting in Borgstedt. Quelle: Wolfgang Mahnkopf
Borgstedt

Rund 350 Gäste kamen am Donnerstagabend zum Mai Meeting. Ihnen präsentierte Jens van der Walle, der Vorsitzende des Unternehmensverbands (UV) Mittelholstein, Erfolgszahlen seiner Organisation. Diese habe zurzeit 494 Mitglieder, ein Rekord. Zum Jahresende wolle der UV auf 500 Betriebe anwachsen. „Darauf sind wir sehr stolz.“ Seiner Gastgeberin, der Sani GmbH, bescheinigte van der Walle eine „beeindruckende Erfolgsgeschichte“ in dem Vierteljahrhundert ihres Bestehens.

Gute Straßen seien „für unseren Mittelstand und für die Unternehmen in Schleswig-Holstein insgesamt die Basis für Wachstum und Beschäftigung“, erklärte Jens van der Walle. Dann nahm er sich das „Dauerthema Rendsburger Kanaltunnel“ vor. Die Baustelle werde inzwischen zur Farce. Ihn interessiere nicht mehr, wer für immer neue Verzögerungen verantwortlich ist, er wolle nur noch, „dass diese Sanierung endlich erfolgreich beendet wird“. Tief sitzt die Enttäuschung des Vorsitzenden: „Ich glaube ab heute keinem neuen Zeitplan mehr, sondern ich glaube erst an die Fertigstellung, wenn ich sie auch sehe.“

Gastredner war Wolfgang Kubicki, der FDP-Fraktionsvorsitzende im Landtag. Als Politiker, „klar in der Analyse, klar in seinen Worten und klar in der Botschaft“, kündigte van der Walle ihn an. Jener blieb nichts schuldig, nannte die niedrige Investitionsquote des Landes für Verkehrswege „ein Verbrechen an der Zukunft“. Das habe auch der frühere SPD-Kanzlerkandidat und ehemalige Landeswirtschaftsminister Peer Steinbrück gesagt. „Wir brauchen funktionsfähige Straßen.“

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