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Rendsburg Lärm ist rechnerisch gesunken
Lokales Rendsburg Lärm ist rechnerisch gesunken
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10:00 01.09.2018
Von Torsten Müller
82.000 Fahrzeuge rollen täglich über den Olof-Palme-Damm in Kiel. Anwohner, rechts des Eschenkamps in Kronshagen und links des Mühlenwegs in Kiel, fühlen sich durch den Lärm belastet. Quelle: Torsten Müller
Kronshagen

„Wir alle wissen, dass Lärm krank macht“, sagte Bürgermeister Ingo Sander (CDU) am Donnerstagabend im Verkehrsausschuss in Kronshagen. In der Sitzung war es bei der Diskussion mit Anwohnern des stark belasteten Eschenkamps auch etwas lauter geworden – zu unterschiedlich verliefen die Argumentationslinien zwischen Ausschuss und Bürgern.

Temporeduzierung trugen zum Erfolg bei

Dabei wollen eigentlich alle das Gleiche: Schutz vor durch Menschen verursachten Lärm. Mit dem stufenförmigen Aktionsplan hat die EU ein Instrument entwickelt, das die Erreichung des Ziels unterstützen soll. Kronshagen kann da durchaus schon Erfolge vorweisen: Die Zahl der von Lärm Betroffenen ist seit 2007 zurückgegangen. „Damit ergab sich durch die Lärmaktionsplanung der ersten und zweiten Stufe eine deutliche Verbesserung der Situation“, lautet das Fazit im aktuellen Entwurf. Vor allem die Temporeduzierungen trugen zum Erfolg bei. Das Problem: Die Lärmwerte sind nur errechnet und nicht gemessen.

Anwohner des Eschenkamps klagen über Lärm der B76

Anwohner vom Eschenkamp, Hufenkamp und Am Gartenheim klagen seit Jahren über eine zu starke Lärmbelastung durch den Olof-Palme-Damm/B76. Sabine Kyber vom Eschenkamp sprach von 82000 Autos täglich: „Wir vermissen klare und sichere Lärmwerte.“ Die Karten suggerierten sogar, dass der Lärm am Eschenkamp abgenommen habe. Sie regte ein gemeinsames Vorgehen von Gemeinde und Anwohnern an: zunächst den tatsächlichen Lärmbestand ermitteln, dann die Daten bewerten und Lärmschutzmaßnahmen überlegen.

Gemeinde spricht die Probleme regelmäßig an

„Der Olof-Palme-Damm ist nicht Teil von Kronshagen“, entgegnete Bauamtsleiter Hauke Stelter. Die Gemeinde könne nur in Gesprächen mit Kiel, auch auf politischer Ebene, regelmäßig auf die Probleme hinweisen. Er versicherte: „Ihre Anregung geht nicht verloren.“ Sie werde bei der Fortschreibung des Plans in der vierten Stufe 2022 mit einbezogen. Kyber forderte eine sofortige Einbeziehung: „In diesem Sommer war die Schmerzgrenze übertroffen.“ Sie erneuerte ihre Kritik, dass die Gemeinde den Plan genau in den Sommerferien ausgelegt habe. Der Ausschuss folgte ihr nicht; Vorsitzender Rainer Dohmen (Grüne) brach die Diskussion ab.

1954 wurde der St. Jürgen-Friedhof am Kieler Bahnhof eingeebnet. 64 Grabmale von landesgeschichtlich bedeutenden Persönlichkeiten erhielten Asyl auf dem Friedhof Eichhof in Kronshagen. Zwölf Studierende erinnern jetzt mit Info-Tafeln an herausragende Professoren des 19. Jahrhunderts.

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