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Rendsburg Grüne lehnen E-Ladesäule ab
Lokales Rendsburg Grüne lehnen E-Ladesäule ab
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16:37 21.03.2019
Von Sorka Eixmann
Marcel Dönicke ist Umwelttechniker bei der Gemeinde Flintbek, unter anderem hat er die Idee, eine E-Ladesäule am Rathaus zu installieren.
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Flintbek

„Das Ergebnis hat mich auch etwas erstaunt“, gesteht Dönicke. Man habe bereits erste Gespräche mit den Stadtwerken getätigt, Vertreter seien auch vor Ort gewesen. „Es gab ein Angebot für die Installation der Ladesäule, zwei Parkplätze hätten wir so zukunftsweisend einrichten können“, erklärt der Umwelttechniker. Natürlich hätte man auch noch weitere Angebote von anderen Anbietern eingeholt. „Aber so konnten wir zumindest Zahlen vorlegen.“ Die Ladesäule hätte rund 9000 Euro gekostet, dazu wären Wartungs- und Betriebskosten gekommen.

„Alles in allem eine wirklich gute Sache“, ist Dönicke überzeugt. Zumal auf dem Parkplatz des Edeka-Marktes bereits eine E-Ladesäule vorhanden ist.

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Nachbargemeinden sind besser ausgerüstet

Der Antrag, vom Aufstellen einer Ladesäule auf öffentlichen Flächen und auf Kosten der Gemeinde Abstand zu nehmen, kam dann von Seiten der Grünen. Bernd Kernke-Robert (Grüne) stellte ihn während der Sitzung, fünf Kommunalpolitiker stimmten ihm zu, zwei Kommunalpolitiker stimmten dagegen. „Das hat mich natürlich am meisten verwundert, gerade die Tatsache, dass ein grüner Politiker gegen eine E-Ladesäule stimmt“, wundert sich Dönicke. „Ich finde es traurig, denn fast alle Nachbargemeinden sind bereits bestens in der Hinsicht ausgerüstet.“ Für ihn steht fest: „Wir wollen doch emobil sein und werden. Vielleicht ergibt sich ja eine neue Chance, wenn der Ortskern umgestaltet wird.“

Insektenhotels werden vom Kreis gefördert

Etwas besser sehen die Chancen für ein weiteres Projekt aus Dönickes Feder aus. Gemeinsam mit der Umwelttechnikern Lia Brunke aus Bordesholm hat sich Dönicke über die Anlage eines Ökopfades Gedanken gemacht. „Wir haben bereits beim Kreis Rendsburg-Eckernförde einen Antrag zur Förderung von Insektenhotels laufen, das haben Bordesholm und Flintbek gemeinsam auf den Weg gebracht.“ Zwei sollen in Flintbek installiert werden, eines ist für Bordesholm gedacht. "Diese drei werden auch gefördert, die Zusage ist bereits da."

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Dafür gäbe es viele Standorte, die sich anbieten würden. Unter anderem die Blumenwiese im Bereich Immenhagen, oder die Parkfläche am Eiderkamp sowie der Bereich an der Gemeindekita ich und du. „Dort sehe ich auch Möglichkeiten, um einen Öko-Lehrpfad anzulegen“, hofft Marcel Dönicke auf mehr Natur- und Artenschutz in der Gemeinde. „Das ist alles auf einem guten Weg“, freut sich der Umwelttechniker.

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