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Rendsburg Unternehmen drängen auf Gewerbegebiet
Lokales Rendsburg Unternehmen drängen auf Gewerbegebiet
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17:44 02.11.2016
Von Frank Scheer
Brügges Bürgermeister Werner Kärgel (von links), Amtsdirektor Heinrich Lembrecht und Bordesholms Bürgermeister Helmut Tiede präsentierten das Areal an der der Landesstraße 49, das zum interkommunalen Gewerbegebiet auserkoren ist. Quelle: Frank Scheer
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Brügge/Bordesholm

Das Investitionsvolumen bezifferte Amtsdirektor Heinrich Lembrecht bei einem Pressetermin auf 3,2 Millionen Euro. Vor mehr als einem Jahren hatten beide Kommunen den Grundsatzbeschluss für das interkommunale Gewerbegebiet gefasst. „In Bordesholm sind alle Gebiete voll, und zurzeit steht auch kein Bereich für ein neues zur Verfügung. Aber die Firmen, die erweitern oder sich verändern wollen, drängen“, machte Bordesholms Gemeindechef Helmut Tiede deutlich. „Die Gemeinde Brügge hat das Land, kann aber keine Gewerbeflächen ausweisen. Was lag also näher, beide Gemeinden zusammenzubringen“, sagte Amtsdirektor Heinrich Lembrecht. Bereits fünf Unternehmen aus der Region hätten ihr Interesse für 2,5 Hektar bekundet – die Nettogewerbefläche beträgt insgesamt 5,7 Hektar.

 Die Verhandlungen liefen länger als gedacht. „Geholfen hat uns die Landgesellschaft, die Tauschland für den einen Eigentümer bereitgestellt hat“, betonte Lembrecht. Die vorgesehene Fläche mit der Bezeichnung „De Boken“ liegt zwischen der Biogas-Anlage an der Kreisstraße 15, dem Ökologischen Gewerbegebiet Eiderhöhe in Bordesholm und dem Wattenbeker Gebiet Nienröden. Die Landesplanungsbehörde in Kiel habe das Areal deshalb auch als realisierbar eingestuft, so Lembrecht. Er wies aber auch darauf hin, dass sich vier der sieben Hektar noch im Landschaftsschutzgebiet Oberer Eider befinden. „Wir haben beim Kreis den Antrag auf Entlassung gestellt. Die wurde uns in Aussicht gestellt, aber der Bescheid liegt noch nicht vor.“

 Bündnis 90/Die Grünen in Bordesholm haben deshalb bereits ihren Protest gegen die frühen Entscheidungen in Brügge und Bordesholm angekündigt. „Uns liegt keine Begründung vor“, betonte Sprecherin Ursula Schulz-Ehlbeck. Aus ihrer Sicht müssten deshalb die Sitzungen in beiden Orten verschoben werden. Sollte dies nicht geschehen und den Grünen nicht rechtzeitig die Unterlagen zugegangen sein, würden sie den „Gewerbegebietsstartschuss“ ablehnen.

 Von einer Vertagung geht aber in Brügge und Bordesholm niemand aus. Bei der Realisierung hat Brügge die Planungshoheit. An diesem Donnerstag steht in Stoltenbergs Gasthof bereits der Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan an. „Für uns ist dieses Projekt schon eine große Hausnummer“, so Brügges Bürgermeister Werner Kärgel. Die Verhandlungen mit Bordesholm seien immer auf Augenhöhe verlaufen. Alle Kosten, aber auch die späteren Gewerbesteuer werden geteilt. Für die Erschließung, die 1,9 Millionen Euro kosten wird, soll ein Zuschuss beim Wirtschaftsministerium von 60 Prozent beantragt werden.

Die Vereinsauflösung des Kulturforums Molfsee ist seit Juni beschlossene Sache. Die Suche nach Nachfolgern durch Vorsitzende Christine Bornhöft war erfolglos geblieben. Doch ganz vorbei ist es mit der Kultur in Molfsee nicht: Der Kommunalverein will sich künftig um Kulturveranstaltungen kümmern, und dafür soll auch ein Ausschuss gebildet werden. Mit dabei: Christine Bornhöft.

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