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Rendsburg Anlässe gibt es genug
Lokales Rendsburg Anlässe gibt es genug
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18:48 06.01.2017
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Bei Sonnenschein genossen Besucher des verkaufsoffenen Sonntags Jazzmusik in Neumünster. Quelle: Karsten Leng
Rendsburg/Neumünster

Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts über einen „besonderen Anlass“ für einen verkaufsoffenen Sonntag, um von der grundgesetzlich geschützten Sonntagsruhe abweichen zu dürfen, schreckt die Macher in Rendsburg und Neumünster ganz offenbar nicht. In beiden Städte findet man die Anlässe für die zusammen acht Termine begründet.

Auf der Seite des Vereins Rendsburg Marketing finden sich für das Jahr 2017 vier verkaufsoffene Sonntage. Alle hätten einen überregionalen Bezug, sagt Geschäftsführerin Anke Samson. „Die Stadtverordneten, die die verkaufsoffenen Sonntage genehmigen, und die Verwaltung achten bei uns genau darauf, dass es einen angemessenen Anlass gibt“. Die Sonntagsöffnungszeit werde auch in anderen Bundesländern thematisiert. „Im Gegensatz zu den anderen Bundesländern fehlen in Schleswig-Holstein die Initiativen, die Innenstädte fördern wollen.“

Für Matthias Galow, Leiter des Fachdienstes Ordnung und Verkehr in Rendsburg, ist die Offensive aus dem Wirtschaftsministerium, KN berichteten, kein Grund zur Aufregung: „Ich sehe den Fortbestand der verkaufsoffenen Sonntage nicht gefährdet, in Rendsburg achten wir seit Jahren auf angemessene Anlässe, die eine Öffnung rechtfertigen.“ Am 8. Januar wird im Rahmen des Eisvergnügens geöffnet, das aus dem weiten Umkreis Gäste anzieht. Anlass für die Öffnung am 7. Mai ist die stadtweite Ausstellung rund um Mobilität „Rendsburg macht mobil“, die von Dänemark bis Hamburg beworben wird. Am 3. September läuft parallel das Stadtfest Rendsburger Herbst, „das flächenmäßig zweitgrößte Stadtfest im Land“. Am 5. November stellen sich am offenen Sonntag bei „Rendsburg ist Kult“ Kunst- und Kulturschaffende vor.

Das Citymanagement Neumünster schöpft auch in diesem Jahr das Kontingent der vier verkaufsoffenen Sonntage voll aus. Anlass für den ersten „Offenen“ am 5. Februar ist der sogenannte „Winterzauber“, ein gemeinsam mit Schaustellern organisiertes kleines Jahrmarkts-Event und dazu Feuerspucker und eine großen offene Feuerstelle auf dem zentralen Stadtplatz Großflecken. Am 2. April ist Shopping angesagt parallel zur Schlemmerköste: einem kulinarischen Frühlingsfest mit Food- und Spezialitätentrucks. Am 24. September stehen traditionell im Herbst die Stoffköste, Schleswig-Holsteins größter Open-Air-Stoffmarkt auf dem Kleinflecken, und das Entenrennen des Round Table Clubs 67 auf dem Teich im Mittelpunkt. Und am 29.Oktober ist wieder Jazz-Herbst. „Wir versuchen, Schleswig-Holsteins größtes Open Air Jazz Festival auf die Beine zu stellen. 2016 waren es schon acht Gruppen auf vier Bühnen in der Stadt, 2017 sollen es ein Dutzend Bands auf sechs Bühnen werden“, kündigte Citymanager Michael Keller an. „Mit diesen Anlässen wähnen wir uns rechtlich auf der sicheren Seite“, sagte Stadtsprecher Stephan Beitz. Die Ratsversammlung hatte diesen Terminen samt Anlässen in der November-Sitzung mit großer Mehrheit zugestimmt – bei drei Nein-Stimmen und einer Enthaltung.

In Neumünster hat man bereits (unliebsame) Erfahrung mit rechtlichen Auseinandersetzungen zum Thema verkaufsoffener Sonntag. Schon vor Jahren hatten evangelische und katholische Kirche gemeinsam Protest eingelegt. Ein offener Sonntag, geplant für den 1. Advent, musste wieder abgesagt werden.

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