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Rendsburg Kronshagen: Radler sollen auf die Straße
Lokales Rendsburg Kronshagen: Radler sollen auf die Straße
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06:00 27.05.2019
Von Florian Sötje
Richtige und falsche Seite - die Radwege im Suchsdorfer Weg benutzen die Schüler auf beiden Seiten. Doch nur der rechte Radweg ist für die Fahrt in nördliche Richtung gedacht. Quelle: Florian Sötje
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Kronshagen

Schon 2017 bekam das Wasser- und Verkehrskontor Neumünster (WVK) seitens der Gemeinde Kronshagen den Auftrag, ein Verkehrsgutachten zu erstellen. Diplom-Ingenieur Michael Hinz stellte die Ergebnisse mit zwei Schwerpunkten für den Radverkehr in Kronshagen im Verkehrsausschuss vor.

Eine angedachte Maßnahme betrifft den Suchsdorfer Weg. Hier herrscht morgens ein Gewusel aus Grund- und Gemeinschaftsschülern sowie Gymnasiasten, die zu Fuß und auf dem Fahrrad zur Schule wollen und einem regen Autoverkehr. Auf beiden Seiten gibt es neben der Straße Rad- und Fußweg. Doch eigentlich sollen die Radwege nur in jeweils eine Richtung befahren werden.

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131 Radfahrer fuhren innerhalb einer Stunde auf der falschen Seite

Wer aus Richtung Dorfstraße zur Schule radeln will, darf nur den Radweg auf der rechten Seite benutzen. Bei einer Verkehrszählung des WVK waren zur Zeit des Schulbeginn zwischen 7 und 8 Uhr 131 Radfahrer auf der falschen Seite gefahren, 114 auf der richtigen.

Grundsätzlich rät das WVK für den Bereich des Suchsdorfer Wegs unmittelbar vor der Schule in dem Verkehrsgutachten zu folgendem: Fahrbahnbreite anpassen, beidseitige Gehwege mit einer Breite von 2,50 Meter anlegen und die Radfahrer auf Schutzstreifen auf der Straße fahren lassen.

Laut Straßenverkehrsordnung gehören Radfahrer seit 1997 auf die Straße

Das wäre mit erheblichem Aufwand und wohl auch hohen Kosten verbunden, eine Detailplanung mit der Kreisverkehrsbehörde notwendig. Doch in der Kronshagener Politik ist man sich für die Gemeinde überwiegend einig: Radfahrer sollen auf der Straße fahren. So ist es laut Straßenverkehrsordnung eigentlich schon seit 1997 gedacht.

"Der Flickenteppich an unterschiedlichen Regelungen macht es für die Radfahrer schwierig. Sie sollen auf der Straße nicht als Exoten angesehen werden, denn da gehören sie hin", sagte Ausschussvorsitzender Rainer Dohmen (Grüne).

Im Hasselkamp soll bald auch das Tempolimit 30 gelten

Schnellere Maßnahmen wollen die Gemeindevertreter im Hasselkamp umsetzen. Hier gibt es derzeit auf einer Seite einen Zweirichtungsradweg mit Fußweg. Der Vorschlag einer kurzfristigen Lösung hier: breiter Gehweg und Radfahrer auf die Straße. In Richtung Kiel stände ein Schutzstreifen für die Radler bereit.

In Richtung Kronshagener Kopperpahler Allee wäre die Straße dann zu schmal für einen Schutzstreifen. Hier sollen andere Markierungen Abhilfe schaffen. Um die Fahrradfahrer zu schützen, würde im Hasselkamp für Autofahrer das Tempolimit von derzeit 40 auf 30 Stundenkilometer gedrosselt. Der Kreis hätte sich dahingehend schon positiv geäußert, sagte Hinz.

Straßenbeleuchtung im Suchsdorfer Weg wird verbessert

Die Ausschussmitglieder waren sich einig, diese Maßnahme möglichst zügig umsetzen zu wollen. Einen Beschluss fassten sie, um den Schulweg im Suchsdorfer Weg schon bald sicherer zu machen. Die Straßenbeleuchtung in Bereichen der Dorfstraße und im Suchsdorfer Weg wird für 30.000 Euro wird mit LED-Leuchtköpfen verbessert. Auf Anregung eines Bürgers waren Messungen vorgenommen worden. Das Ergebnis: Teilweise betrug die Leuchtstärke der Lampen nur zwei Lux. Als Mindestleuchtstärke sind 5 Lux vorgegeben.

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