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Rendsburg Batteriespeicher voll im Zeitplan
Lokales Rendsburg Batteriespeicher voll im Zeitplan
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07:00 28.08.2018
Von Frank Scheer
Der Rohbau des Batteriespeichers der Versorgungsbetriebe Bordesholm, den Geschäftsführer Frank Günther präsentiert, steht. Quelle: Frank Scheer
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Bordesholm

Frank Günther, Geschäftsführer der Versorgungsbetriebe, ist mit dem Baufortschritt seit dem ersten Spatenstich im Juni mehr als zufrieden. Der 18 Meter breite, 23 Meter lange und fünf Meter hohe Rohbau steht. Im Oktober werden die 48.000 Batteriezellen eines südkoreanischen Herstellers im Hamburger Hafen erwartet. „Die werden in klimatisierten Containern angeliefert bei einer Temperatur zwischen 17 bis 23 Grad, die weder unter- noch überschritten werden darf“, erzählt der VBB-Chef.

Testbetrieb ist Mitte Februar 2019 geplant

Für den Einbau ist eine Spezialfirma aus England verantwortlich. Der spätere Batterieraum muss später auch ständig klimatisiert sein. „Der Temperaturrahmen muss eingehalten werden, sonst verlieren wir die Garantie.“ Der Einbau soll nach und nach bis Mitte oder Ende Januar laufen. Der Testbetrieb ist ab Mitte Februar geplant. „Wie beim Neubau des Wasserwerkes will ich der Bevölkerung vor dem Startschuss bei einem Tag der offenen Tür die Möglichkeit geben, sich selbst ein Bild vom Projekt zu machen“, so Günther.

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Batteriespeicher ist auch Forschungsprojekt

Mit dem Batteriespeicher wollen die VBB zwei Dinge: Geld verdienen, rund eine Millionen Euro Umsatz brutto pro Jahr – und zwar vor allem auf dem bundesweiten Primärregelenergiemarkt, wo es zu einem Ausgleich zwischen Stromangebot und -verbrauch kommt. Günther geht davon aus, dass gut 100.000 Euro netto in der Kasse bleiben könnten.  Zudem dient der Batteriespeicher als Forschungsprojekt: Es geht darum, ob dieser eine Gemeinde wie Bordesholm bei einem bundesweiten Netzausfall autark versorgen kann.

Der Batteriespeicher wird die Bilanzsumme des gemeindeeigenen Unternehmens auf konsolidiert 27 Millionen Euro erhöhen, so Günther. Der Jahresumsatz dürfte auf 18,5 Millionen Euro steigen. Die Zahl der Mitarbeiter hat sich in den letzten 13 Jahren in der Ära Günther auf 36 verdoppelt.

Hans-Jürgen Jensen 27.08.2018
Torsten Müller 27.08.2018
27.08.2018