Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Rendsburg Vorerst kein Geld für die Betreute
Lokales Rendsburg Vorerst kein Geld für die Betreute
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:39 10.06.2009
Neuwittenbek

Ein Arbeitskreis, dem Bürgermeister Wilhelm Radbruch, Schul- und Sportausschussvorsitzender Conrad Wiermann, Betreuer und Elternvertreter angehörten, hatte sich darüber Gedanken gemacht, wie der Raum umgestaltet werden könnte. Auf der Wunschliste standen unter anderem ein neuer Teppichboden, eine kleine Küchenzeile und kindgerechtes Mobiliar.

Um den Raum möglichst noch in den Sommerferien umbauen zu können, hatte der Schul- und Sportausschuss am Montagabend der Gemeindevertretung empfohlen, 10000 Euro für diese Maßnahme zu bewilligen (die KN berichteten).

Der Finanzausschuss dagegen trat am Dienstag kräftig auf die Bremse - allen voran Karsten Rusch (CDU). Nachdem Dirk Schwauna von der Amtsverwaltung zu Beginn der Sitzung darüber informiert hatte, dass Neuwittenbek im laufenden Haushaltsjahr aufgrund der Steuerschätzung mit 37000 Euro Mindereinnahmen rechnen müsse, meldete Rusch Bedenken an. Er sei nicht grundsätzlich gegen eine Neugestaltung des Raumes für die Betreute Grundschule, erwarte jedoch eine genaue Auflistung der zu erwartenden Kosten. Auch müsse sichergestellt sein, dass die Maßnahme ins Gesamtkonzept passe. Rusch spielte damit auf den geplanten Umbau der Schule an.

Bürgermeister Wilhelm Radbruch und Holger Petersen (beide WdGN) konnten die Bedenken nicht nachvollziehen - allein schon deshalb nicht, weil die Gemeinde über einen hohen Rücklagenbestand verfügt. „Es geht hier um die Attraktivität unserer Schule“, sagte Radbruch. Auch Petersen warb dafür, der Empfehlung des Schul- und Sportausschusses zu folgen, denn „der Raum der Betreuten Grundschule ist keine Visitenkarte“. Doch trotz seines Vorschlages, die Ausgaben für die Neugestaltung des Raumes zu begrenzen, blieb die Mehrheit im Ausschuss hart: Vorsitzende Annette Jöhnk und Karsten Rusch (beide CDU) sowie Bernd Brandenburg (SPD) waren nicht bereit, die 10000 Euro ohne eine detaillierte Kostenaufstellung freizugeben.

Polster: 793000 Euro in der allgemeinen Rücklage, 409000 Euro in der Rücklage für die Ortsentwässerung und nur 22000 Euro Schulden - dies sind die Kernzahlen der Jahresrechnung 2008 für die Gemeinde Neuwittenbek, die Dirk Schwauna vom Amt Dänischer Wohld erläuterte.

Stabilität: Die Gebühren für die Abwasserbeseitigung bleiben stabil. Bei Anschlüssen an den Schmutz- und Regenwasserkanal werden weiterhin 1,98 Euro pro Kubikmeter berechnet, bei Anschlüssen nur an den Schmutzwasserkanal 1,61 Euro.

Begrenzung: Aus dem Konjunkturprogramm II fließt deutlich weniger Geld nach Neuwittenbek als erwartet. Die Sanierung der Schule würde mit maximal 45000 Euro und die Sanierung der Kita mit maximal 8900 Euro bezuschusst werden.

Zustimmung: Einstimmig billigte der Ausschuss die Gründung einer kommunalen Gesellschaft auf Ämterebene, um eine optimale Internet-Breitbandversorgung im ländlichen Raum zu ermöglichen.

Abschied: Für Annette Jöhnk war es die letzte Finanzausschusssitzung, die sie geleitet hat. Die langjährige CDU-Gemeindevertreterin gibt ihr Mandat aus privaten Gründen auf.

Sprachlos waren sie nicht. Ganz im Gegenteil. Aber freudig überrascht. Beim Bundeswettbewerb Sprachen haben sich die Gettorfer Isarnho-Schülerinnen Natalie Affrossin, Laura Henecke, Lisa Jakob, Caja Lübker und Caroline Scharenberg aus der Klasse 10e bis ins Finale in Wiesbaden vorgekämpft.

10.06.2009

Die Hallentore sind verschlossen, die Mitarbeiter entlassen. Die OK Media hat ihre Produktion in Nortorf eingestellt. Mitte Juli wird die Einrichtung versteigert. Mitbieten darf jeder.

10.06.2009

Die Deutsche Bank will den Hertie-Städten helfen. Sie wolle eine Konferenz mit den Immobilien-Eigentümern der Kaufhausgebäude, dem Insolvenzverwalter und Vertretern aller betroffenen Städte organisieren, sagte Rendsburgs Bürgermeister Andreas Breitner gestern nach einem Gespräch in der Frankfurter Zentrale der Deutschen Bank.

10.06.2009