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Rendsburg UWB: Mit Sauerstoff die Algen vertreiben
Lokales Rendsburg UWB: Mit Sauerstoff die Algen vertreiben
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17:57 27.11.2018
Von Frank Scheer
Foto: Günter Stühmer von der UWB hat von April bis Oktober die Sichttiefe in der Freibadestelle gemessen. Sein Fazit: Im Durchschnitt waren es 40 Zentimeter. Das sei nicht gut. Im Lustsee oder in anderen Seen der Umgebung können man immer ein bis zwei Meter in die Tiefe schauen.
Günter Stühmer von der UWB hat von April bis Oktober die Sichttiefe in der Freibadestelle gemessen. Sein Fazit: Im Durchschnitt waren es 40 Zentimeter. Das sei nicht gut. Im Lustsee oder in anderen Seen der Umgebung können man immer ein bis zwei Meter in die Tiefe schauen. Quelle: Frank Scheer
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Günter Stühmer, der in der Fraktion UWB mitarbeitet, hat ein Konzept entwickelt: Er schlägt zum einen den Einbau eines Wasserpilzes im Bereich vor den Seeterrassen vor. Dieser saugt das Wasser aus der Tiefe an und versprüht es an der Oberfläche in die Luft – wie ein Springbrunnen. Außerdem sollten im Bereich der Badestelle feinporige Schläuche verlegt werden, durch die das Wasser mit Sauerstoff angereichert wird. Der Pilz und die Schläuchen könnten durch einen Kompressor betrieben werden.

"Badeverbote sind keine gute Werbung"

„Diese Art von Belüftung kennen die Besitzer von Gartenteichen und das funktioniert. Das Netz ist voll davon und in Berlin gibt es kaum ein Gewässer, das im Sommer nicht mit Sauerstoff versorgt wird.“ Stühmer ist sich bewusst, dass man durch diese punktuelle Maßnahme nicht den See retten kann. „Man sollte es man versuchen, vielleicht im Rahmen einer konzertierten Aktion mit vielen Beteiligten. Badeverbote sind keine gute Werbung. Und die Maßnahme birgt keine Gefahren.“

LLUR: Der Gesamtzustand werde aber nicht verbessert

Carola Ketelholdt (Grüne) betonte, dass aus ihrer Sicht eine solche Anlage nur die Symptome behandle und nicht die eigentliche Ursache. „Ein Springbrunnen könnte vielleicht auch einige stören“, gab sie zu bedenken. Beim Landesamt für Natur und Umwelt (LLUR) in Flintbek hat Stühmer seine Pläne vorgestellt. „Ein Vorstoß, der die Wasserqualität verbessert, ist immer begrüßenswert und eine gute Aktion“, sagte der Sprecher Martin Schmidt. Vorerfahren mit ähnlichen Maßnahmen von anderen Seen lägen ihm aber nicht vor. Temporäre Verbesserungen könnten durch eine solche Anlage sicherlich eintreten, der Zustand des Sees werde sich aus seiner Sicht nicht verbessern.

Der Umweltausschuss tagt am Donnerstag, 22. November, ab 18.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses.

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