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Rendsburg Ohne Baugenehmigung droht der Abriss
Lokales Rendsburg Ohne Baugenehmigung droht der Abriss
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18:03 05.09.2019
Von Sven Janssen
In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich die Waldgruppe in Jägerslust häuslich eingerichtet. Jetzt ist aufgefallen, dass die nötigen Baugenehmigungen fehlen. Quelle: Sven Janssen
Felde

„Die Waldgruppe wurde 2000 gegründet, da gab es einen Platz als Treffpunkt, und von dort ist man dann in den Wald gezogen“, erinnert sich Bürgermeisterin Petra Paulsen (SPD). Schon damals habe sich die Gruppe großer Beliebtheit erfreut, das habe sich bis heute nicht geändert, für die Aufnahme gäbe es sogar Wartelisten.

Der Waldkita in Felde fehlen die Baugenehmigungen

Nach dem ersten Jahr habe ein Vater der Gemeinde einen Bauwagen als Notunterkunft gespendet, der im Wald aufgestellt wurde. Er dient den Kindern als Schutzraum. Die Feuchtigkeit im Wald setzte dem Wagen ziemlich zu. „Damit er nicht verrottet, haben wir nach ein paar Jahren ein Dach über den Bauwagen gebaut, um ihn vor Regen zu schützen“, so Paulsen.

Vor ein paar Jahren sei dann ein weiterer Bauwagen dazugekommen. Um diesen zu schützen, habe man im November 2017 einen zweiten Unterstand für 4000 Euro gebaut. Erst bei der Abrechnung im Amt sei aufgefallen, dass beide Unterstände ohne die erforderliche Baugenehmigung errichtet wurden.

Schlimmstenfalls droht der Abriss

„Daraufhin hat unser Architekt einen Bauantrag erstellt, damit wir uns die Bauten nachträglich genehmigen lassen können“, sagte Paulsen. Theoretisch ist das möglich, in der Praxis kam es aber anders. Der Bauantrag wurde 2018 gestellt und vom Kreis abgelehnt. „Wir haben Widerspruch eingelegt“, sagte Paulsen. „Im schlimmsten Fall droht uns eine Abrissverfügung“, erklärt die Bürgermeisterin.

Rückbau oder ein neuer Standort wären eine Lösung

„In Felde wurde bildhaft gesprochen ein Kindergarten mit Einfriedungen und festen Bauwerken im Außenbereich errichtet, der so nichts mehr mit einem Waldkindergarten zu tun hat und so nicht genehmigungsfähig ist“, sagt Britta Siefken, Fachdienstleiterin der Bauaufsicht beim Kreis. Schon im Juli 2018 habe man der Gemeinde mitgeteilt, dass der Widerspruch, auch nach Rücksprache mit dem Fachdienst im Innenministerium, abgelehnt würde und man der Gemeinde empfehle, diesen zurückzuziehen und die Problematik zu lösen.

„Möglichkeiten wären der Rückbau der Anlage, die Aufstellung eines Bebauungsplanes oder aber ein Standortwechsel“, so Siefken. Auch bei einem Rückbau müsse für einen Bauwagen eine Genehmigung eingeholt werden. Dabei müsse auch geprüft werden, ob dieser unter den Bäumen stehen bleiben dürfe.

Die Zukunft der Waldkita ist Thema im Sozialausschuss

Mit dem Thema Waldkita soll sich jetzt der Sozialausschuss am 1. Oktober befassen. In dem Zusammenhang solle auch über den Standort der Waldgruppe gesprochen werden. Die Kindertransporte nach Jägerslust und das tägliche Mittagessen sind dafür auch ein Grund. Ein Standort näher an der Kita wäre möglicherweise eine alternative Lösung, die auch die logistischen Herausforderungen vereinfache, so Paulsen. Eine Möglichkeit, die man aber noch prüfen müsse, wäre beispielsweise der Schulwald direkt neben der Kita.

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