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Rendsburg Gemeinde will mit Pächterin verhandeln
Lokales Rendsburg Gemeinde will mit Pächterin verhandeln
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10:33 29.03.2019
Von Frank Scheer
Die Gemeinde Wattenbek will mit Petra Steffens über ein Weitermachen als Pächterin der Räucherkate in Wattenbek verhandeln. Quelle: Frank Scheer
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Wattenbek

Die Gemeindevertretung hat das am Donnerstagabend nach einer gut einstündigen Debatte mit elf Ja-Stimmen von AfW und KWW beschlossen. Aus der vierköpfigen WfW-Fraktion gab es drei Enthaltungen und eine Neinstimme von Sylvia Haese. Während Haese die Kündigung als normalen Vorgang einer Vertragspartei rechtfertigte, betonte Axel Höper (AfW): "Das war ein Fehler." Zu den Gründen, die die Kündigung ausgelöst hatten, wurde öffentlich nur wenig gesagt. Offenbar geht es um Beschwerden von Anwohnern wegen Lärms. Zudem lässt sich ein Bauerncafé, wie es vertraglich vorgesehen ist, wegen des Rauchgeruchs in der denkmalgeschützten Kate, in der von Oktober bis April geräuchert wird, nicht realisieren.

Welle der Unterstützung für Petra Steffens

Die Kündigung zum 31. Dezember 2018, die wegen der nicht fristgerechten Zustellung erst Ende 2019 wirksam wird, hatte  für eine Menge Zündstoff in der Öffentlichkeit gesorgt. Vor allem die Tatsache, dass über die Aufhebung des Vertrags niemand vorab mit Petra Steffens gesprochen hatten, wurde scharf kritisiert - vor allem in den sozialen Netzwerken. Eine Welle an Unterstützung erfuhr die Pächterin, die seit 15 Jahren mit sehr viel Herzblut durch Kulturveranstaltungen und Hochzeiten das unter Denkmalschutz stehende Reetdach-Domizil der Gemeinde belebt.

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185 Unterschriften an Bürgermeister übergeben

Vor der Sitzung übergab der pensionierte Grundschullehrer Siegfried Brettschneider 185 Unterschriften an Bürgermeister Oliver Kruse (AfW). Der freie Mitarbeiter vom Museum Tor zur Urzeit in Brügge betonte: „Wir wären froh, wenn wir so einen Bekanntheitsgrad wie die Räucherkate hätten. Das ist das Verdienst von Frau Steffens.“ Er appellierte,  schnell und unbürokratisch zu handeln. „Künstler brauchen Planungssicherheit und wollen auch nicht reglementiert werden.“

Vierköpfige Verhandlungskommission

Die Kommunalpolitiker verständigte sich darauf, dass eine vierköpfige Delegation aus Bürgermeister und jeweils einem Vertreter der drei Wählergemeinschaften mit Petra Steffens das Gespräch suchen soll. Dabei sollen aber auch Neuerungen im Pachtvertrag berücksichtigt werden. "Belange der Gemeinde und der Anwohner müssen auch berücksichtigt werden", so der stellvertretende Bürgermeister Sönke Sauerberg (KWW).

Ursprünglich hatte Petra Steffens im März für sich entschieden, ihr Lebenswerk Räucherkate mit Ablauf der Kündigung aufzugeben. Nach der Welle der Unterstützung teilte sie in der vergangenen Woche mit, dass sie es sich auch noch anders überlegen könnte.

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