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Rendsburg Diesel fährt nach Update nicht mehr
Lokales Rendsburg Diesel fährt nach Update nicht mehr
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08:01 15.03.2018
Von Torsten Müller
Barbara van Zweeden aus Westensee fühlt sich ohnmächtig: Nach einem Software-Update von VW kann sie nicht mehr mit dem Wagen fahren. Quelle: Torsten Müller
Westensee

Nach dem Diesel-Skandal rief die Volkswagen AG im vergangenen Frühjahr Fahrzeuge der Marke VW Passat Variant Comfortline Blue TDI in die Werkstatt. Auch Henning Busch und Barbara von Zweeden aus Westensee ließen nach dem Abgas-Schummel an ihrem Wagen ein Software-Update machen. Doch danach stellten sich immer mehr Probleme ein. Seit dem 5. Dezember fährt der rote Passat gar nicht mehr. Er steht unrepariert in der Werkstatt. Wie lange noch, ist ungewiss – VW hat immer noch keine Lösung parat.

Keine Reaktion aus Wolfsburg

Henning Busch ist sauer: „Der Umgang des VW-Konzerns mit seinen Kunden ist unfair und niederschmetternd.“ Über Monate hinweg hat er aus Wolfsburg keine Antwort auf seine Schreiben erhalten – nur eine Eingangsbestätigung. Mittlerweile kommen ihm Zweifel, ob er jemals wieder mit seinem Wagen fahren kann. Bisher hat sich Busch bei VW „immer zu Hause gefühlt“.

Konstante Fehlermeldung nach dem Update

Der Akustik-Ingenieur sah in dem Passat, einem der ersten Euro-6-Diesel mit Harnstoffeinspritzung, eine zukunftsweisende Technik. 2009 kaufte Busch den Wagen mit dem angeblich günstigen Schadstoffverhalten zum Preis von 38.801 Euro für sein Büro in Kronshagen. Vor zwei Jahren übernahm seine Frau ihn als Privat-Fahrzeug. „Nach dem Software-Update im Juni gab das Auto anfangs nur in unregelmäßigen Abständen, später konstant die Fehlermeldung ,AdBlue nachfüllen’, obwohl der Tank ausreichend gefüllt war“, erzählt Barbara van Zweeden.

Mehrere Werkstattbesuche folgten

In den Folgemonaten musste der Passat deshalb mehrmals in die Werkstatt. Wurden kleine Mengen des Harnstoffs nachgefüllt, erlosch die Anzeige wieder. Doch regelmäßig signalisierte das System, dass nur noch ein Radius von maximal 1100 Kilometern möglich sei. „Nach Auskunft der Werkstatt wäre ein Weiterbetrieb danach nicht möglich gewesen“, sagt Barbara van Zweeden.

Nur kurzfristiger Erfolg

Im Oktober kam es noch dicker: Zur gewohnten Fehlermeldung gesellte sich eine neue hinzu: „Katalysator gestört“. „Laut Betriebshandbuch waren jetzt sogar Motorschäden zu befürchten“, sagt Henning Busch. Der NOX-Sensor wurde ausgetauscht, großteils auf Kosten von VW. Der Erfolg war aber nur von kurzer Dauer: Ende November musste der Passat wegen der gleichen Fehlermeldungen erneut in die Werkstatt. „Man teilte uns mit, dass das Auto nach Auskunft des VW-Konzerns in den kommenden acht Wochen nicht repariert werden könne“, sagt Busch.

Es kommt Bewegung in die Sache

Seit dem 5. Dezember steht der rote Passat nun auf dem Hof der Werkstatt. Die acht Wochen verstrichen, ohne dass etwas passierte. In dieser Woche wandte sich das zermürbte Ehepaar an die Kieler Nachrichten und plötzlich kam Bewegung in die Angelegenheit. VW bestätigte, dass die geschilderte Beanstandung „vereinzelt bekannt“ sei und dass derzeit mit Hochdruck an einer Abhilfe gearbeitet werde.

Nach Angaben von Jörn Klauza vom Autohaus Klauza in Westensee habe VW den Fehler inzwischen gefunden und eine neue Software entwickelt. Nun müsse diese noch ihren behördlichen Genehmigungsgang gehen. Das könne vielleicht nach Ostern der Fall sein – vielleicht.

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