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Rendsburg Synode wählte zwei Pröpste wieder
Lokales Rendsburg Synode wählte zwei Pröpste wieder
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15:55 14.09.2019
Von Beate König
Propst Matthias Krüger (54, links) und Propst Sönke Funck (55) wurden auf der Synode des Kirchenkreise Rendsburg-Eckernförde gleichzeitig jeweils für weitere zehn Jahre gewählt, zu den ersten Gratulanten zählte Synoden-Präses Dr. Maike Tesch.. Quelle: Beate König
Rendsburg

Eine Doppelpropstwahl hat in der evangelischen Kirche Seltenheitswert: „Weder in der Nordkirche noch in der nordelbischen Kirche wurden jemals zwei Pröpste gleichzeitig gewählt“, berichtete Propst Matthias Krüger. Ursache für den zeitgleichen Start der Pröpste  Sönke Funck und Matthias Krüger am 1. Juni 2010 ins Amt war die Fusion der Kirchenkreise vor zehn Jahren: „Damals gingen die Vorgänger exakt am gleichen Tag in Pension.“

Mehrheit der 71 Synodalen stimmte für Sönke Funck und Matthias Krüger

Bei der Wahl waren 71 von 77 Synodalen aus dem Kirchenkreis anwesend. In jeweils einem Wahlgang erhielt Matthias Krüger erhielt 60 Ja-Stimmen, Sönke Funck 47 Ja-Stimmen. Die Amtszeit der Pröpste endet im Mai 2020. Durch die frühe Wahl sollte sicher gestellt werden, dass für eine mögliche Nachwahl genug Zeit bleibt.

Sönke Funck ist 55 Jahre alt, er leitet die Propstei Eckernförde seit 2010, davor arbeitete er als Pastor in der Kirchengemeinde Hütten. Sönke Funck hat Zusatzausbildungen zum klinischen Seelsorger und zum Telefonseelsorger.

Matthias Krüger (54) ist seit 2010 für die Propstei Rendsburg zuständig. Nachdem der Pastor aus Viöl 2008 für ein Jahr als Interimspropst den Kirchenkreis Husum-Breklum geleitet hatte, arbeitete er 2009 zu jeweils  50 Prozent als Pastor der Gemeinde Viöl und als Referent für Personal-, Organisations- und Gemeindeentwicklung im evangelischen Regionalzentrum Westküste in Breklum.

„Wir haben Fachkärftemangel“, sagt Propst Matthias Krüger

Eins der Zukunftsthemen sei der generelle Rückgang an Pastoren im Kirchenkreis: „Wir haben Fachkräftemangel“, sagt Matthias Krüger. „In den nächsten zehn Jahren werden ein Drittel der aktuell 89 Pastoren, die in 74 Vollzeitstellen arbeiten, in Pension gehen.“ Nicht jede Stelle wird neu besetzt. Die Entwicklung gelte es zu begleiten: Strukturen in den Kirchengemeinden sollen angepasst und teils zurückgebaut, Angebote weiterentwickelt werden. „Wir sind viele, wir schaffen das,“ sagte Synoden-Präses Dr. Maike Tesch zuversichtlich.

Präsenz in den sozialen Medien wird ausgebaut

Präsenz in modernen Medien ausbauen, ist ein weiteres Thema:  Der Verlauf  der Synode wurde zeitgleich per Instagram-Posts ins weltweite Netz kommuniziert.  „Wir diskutieren, ob ein getippter Dialog ein Seelsorgegespräch, in dem man sich ins Gesicht schaut, ersetzen kann“, berichtete Propst Sönke Funck. Die Sichtweisden der Generationen sind dabei kontrovers: Jüngere Geistliche argumentieren, Instagram sei eine integrierte Dimension ihres Alltagslebens.

Pastorin Josephine Teske aus Büdelsdorf bekam eine Viertelstelle, um auf Instagram kirchliche Neuigkeiten zu verbreiten. „Meinungs- und Wertebildung  findet in den sozialen Medien statt.“ Das geschehe nicht immer nur im positiven Sinne. „Da müssen wir als Kirche präsent sein“, sagte Sönke Funck.

Die Zahl der Kirchenmitglieder sinkt

Der Kirchenkreis stellt einen deutlichen Rückgang in den Zahlen der Kirchenmitglieder fest. In Kieler Randbereichen sind teils nur noch 40 Prozent in der Kirche. Die Antwort aus dem Kirchenkreis: „Wir wollen Volkskirche bleiben“, kündigte Sönke Funck an.

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