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Rendsburg Freundschaften aus dem Bauwagen
Lokales Rendsburg Freundschaften aus dem Bauwagen
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20:00 06.06.2019
Von Beate König
Während Michael Manthey mit dem Trecker seinen Bauwagen auf den Campingplatz schleppt, baut Selina Stühmer ihr Viermannzelt auf. Quelle: Beate König
Ellerdorf/Warder

Wilwarin – das heißt für die Gemeinden Ellerdorf und Warder seit 1998 drei Tage Ausnahmezustand am ersten Juni-Wochenende: Die Verbindungsstraße von Ellerdorf nach Altmühlendorf wurde in diesem Jahr zur Einbahnstraße erklärt, um den Anreiseverkehr zu lenken. Von heute bis Sonntag pilgern ständig Festivalgäste vom Campingplatz neben den Bühnen zu Fuß zur nahen Liegewiese an den Wardersee.

Bessere Mülltrennung

„Ein längere Festivalzeit können wir den Dorfbewohnern nicht zumuten“, erklärt Arnulf Zurheide. „In diesem Jahr wird die Mülltrennung noch besser“, kündigt der Organisator an: Er bestellte große Container, die den Campern sauberes Trennen ermöglichen. An der Verwendung von Pfandbechern an den Getränkeständen werde gearbeitet, sagte Zurheide.

Michael Manthey zählte zu den ersten Gästen auf dem Gelände. „Ich stand schon um acht Uhr morgens in der Schlange vor dem Eingang“, erzählte der 21-Jährige. Mit einem Traktor schleppte er einen Bauwagen aus Groß Vollstedt auf die zum Campingplatz umgemünzten Koppeln. 15 bis 20 Freunde stellten ihre Zelte rund um Mantheys orangefarben gestrichenen Rückzugsort auf. „Ich zelte nicht,“ sagte der Festivalgast entschieden. Dann packten alle mit an: Vom Bauwagen zu einem Anhänger wurde eine Lkw-Plane gespannt. „Die Holzpfosten sind von der alten Schaukel meines Bruders.“ 

Während auf den Bühnen der Soundcheck lief, erzählten Mantheys Freunde, was sie an Wilwarin reizt: „Man wird von der Musik positiv überrascht,“ sagte Finn Ihrens. Felix Kexel hatte im Line-Up die Gruppe Muwata entdeckt. „Es geht mir bei Wilwarin um die Menschen“, erzählte Jonte Matthießen. Der 23-Jährige reiste vier Stunden lang mit dem Rad aus Hamburg an, um Freizeit ohne Handy und Uhr zu genießen und „ein paar Tage komplett der Gesellschaft zu entfliehen.“

Freunde für immer

Die Gruppe kennt sich seit fünf Jahren. Per Whatsapp-Chat verabreden sich die Freunde immer einen Monat vor dem Festvial zum Treff. Während sie noch Sofa, Feuerkorb und Grill abluden, hatten Selina Stühmer (18) aus Gnutz, Linn Blessmann (19) und Niklas Johannsen (23) aus Neumünster ihr Viermannzelt schon bezugsfertig verspannt.

„Wir wollten vor dem Regen fertig sein,“ erzählte Blessmann. Als der warme Landregen auf das Zeltdach fiel, saßen sie schon im Trockenen. „Wir sind auf unserem Lieblingplatz,“ begründete Stühmer, weshalb sie gern am Donnerstag aufbauen. Gleichzeitig dicht am Ausgang, am Weg und in der Nähe der Dixi-Klos.

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