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Rendsburg EnergieVerstand gegen Windkraftanlagen
Lokales Rendsburg EnergieVerstand gegen Windkraftanlagen
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16:00 22.05.2019
Von Frank Scheer
Die drei Windkraftanlagen in Krogaspe sind auch von Neumünster-Einfeld aus gut zu sehen. Die drei Rotoren auf Looper Gebiet werden deutlich höher sein.
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Loop/Neumünster

Das Land Schleswig-Holstein hat die Entscheidung über die sogenannten Vorrangflächen für Windenergie auf 2020 verschoben. Für Unternehmen aus der Windenergiebranche besteht aber die Möglichkeit, für vorgesehene Flächen eine Ausnahmegenehmigung zu beantragen. Das hat die Firma Neue Energien von Jens Heeck aus Mühbrook für eine Fläche südlich von Loop vor. Drei neue Windräder mit einer Höhe von 200 und 217 Metern sollen an der A7 nahe der Anschlussstelle Neumünster-Nord gebaut werden. Die Gemeinde Loop hat einem städtebaulichen Vertrag mit der Firma zugestimmt. Die Hoffnung von Heeck ist, dass die Windanlagen bis Mitte 2020 gebaut sind. Sie würden sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu den von Weitem gut sichtbaren Windrädern in Krogaspe befinden - die sind 135 Meter hoch.

Zahl der Anlagen in Richtung Mühbrook unklar

An einem Engagement im Eignungsraum Loop/Schönbek/Mühbrook war Heeck interessiert. "Die Eigentümer sind aber in Verhandlungen mit einem Betreiber aus Kallinchen in der Nähe von Neubrandenburg gegangen", so Heeck. Es soll sich um das Unternehmen Energiequelle handeln. Wie viele Anlagen dort im Gespräch sind, ist unbekannt. Neue Energien hatte ein Angebot für sechs Rotoren gemacht. Jens Heeck wollte auch seinen Heimatort vertraglich an der Gewerbesteuer profitieren lassen, obwohl auf dessen Gebiet kein Anlagen-Standort vorgesehen ist. Die Mühbrooker BI WindVerstand kritisierte diesen Eignungsraum von Beginn an. Im Verfahren ist das Areal bereits vom Land deutlich verkleinert worden.

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BI EnergieVerstand sucht Mitstreiter

Initiiert worden ist die neue BI EnergieVerstand von der Firma Michel Haus GmbH in Neumünster-Einfeld. "Wer vertritt die Interessen von betroffenen Bürgern? Auf die Politik ist wenig Verlass, sie handelt im Interesse der Windindustrie", heißt es in einem Infopapier, das an die Haushalte im Neumünsteraner Ortsteil Einfeld verteilt wurde. Die BI sucht Mitstreiter, die in der Nähe der Eignungsräume wohnen, um sich bei den sicher bald anstehenden Genehmigungsverfahren beim zuständigen Landesamt für Landwirtschaft und Umwelt in Flintbek Gehör zu verschaffen. Die Initiative argumentiert in ihrem Schreiben mit Risiken für Menschen durch Schall und Infraschall, Wertverlust für Immobilien und der fehlenden Leitungstrasse zum Abtransport der erzeugten Energie. Direkte Kosten sollen für die Bürger nicht entstehen, die will die BI EnergieVerstand tragen.

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