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Rendsburg Förde-Sparkasse schließt drei Filialen
Lokales Rendsburg Förde-Sparkasse schließt drei Filialen
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00:17 08.11.2013
Von Cornelia Müller
Klausdorfer Straße in Altenholz: Diese Filiale wird es künftig nicht mehr geben. Quelle: C. Müller
Altenholz/Dänischenhagen

Gleich drei kleinere Zweigstellen machen dafür dicht. Betroffen sind die in Dänischenhagen sowie in der Stifter Ladenzeile und in der Klausdorfer Straße 91. „Das ist dennoch kein Rückzug aus der Fläche“, heißt es dazu aus der Zentrale der Förde-Sparkasse in Kiel. „Wir erhalten zwei dieser Standorte als SB-Filialen.“

Alle paar Minuten rollt ein weiterer grüner Laster mit Betonmischer über den Parkplatz. Dass es hier flott vorangehen soll, ist nicht zu übersehen. Allein ein Baustellenschild, das Aufklärung gibt, fehlt noch. Und schon gibt es Gerüchte, denn um die Bebauung im Erdbeerfeld wurde lange gestritten. „Das wird dann wohl doch ein Getränkemarkt“, argwöhnt ein Kunde, der auf dem Weg zum Supermarkt ist. Klare Antwort: nein.

 „Ja, der Baubeginn kam plötzlich. Der Investor wollte jetzt schnell anfangen“, bestätigt Sprecher Dirk Thode vom Vorstandssekretariat der Förde-Sparkasse. „Ein solches Projekt, von dem wir uns viel versprechen und das einen großen Kundenstamm hat, würden wir normalerweise sehr zeitig öffentlich vorstellen.“ Im Frühjahr 2014 sei die Eröffnung geplant.

 Dass gleich drei Filialen mit insgesamt zehn Mitarbeitern in der Nachbarschaft schließen, ist eigentlich nicht neu. „Doch das war aus dem Bewusstsein verschwunden, weil die Bekanntgabe ja schon zwei Jahre her ist“, sagt Dänischenhagens Bürgermeister Wolfgang Steffen (CDU). „Da in Sachen Erdbeerfeld lange keine Entscheidung in Altenholz fallen konnte, hatte man das Thema auch in Dänischenhagen fast vergessen.“ Ursprünglich war die Eröffnung der benachbarten größeren Zweigstelle schon für das Frühjahr 2012 geplant. In Dänischenhagen will die Förde-Sparkasse ab 2014 „eine leistungsfähige SB-Filiale“ vorhalten, wie es heißt. In der Dorfstraße wird also ein Raum erhalten bleiben, in dem ein Geldautomat und ein weiteres Gerät stehen, an dem unter anderem Kontoauszüge ausgedruckt werden können. Der Bürgermeister: „Da wir auch noch die Eckernförder Bank bei uns haben, sind wir dann immer noch gut versorgt.“

 Die fünf Mitarbeiter der Förde-Sparkasse Dorfstraße sollen mit ihren Arbeitsplätzen nach Altenholz umziehen. Gleiches gilt für die Filiale mit drei Mitarbeitern in der Ladenzeile Altenholz-Stift. Die Zweigstelle in der Klausdorfer Straße wird dagegen ganz aufgegeben. Laut Thode können auch diese zwei Angestellten ins Erdbeerfeld wechseln. Keine Sorgen müssen sich Altenholzer um den SB-Raum in der Altenholzer Straße neben Famila machen. Thode: „Der bleibt.“

 Kunden informiert die Kieler Zentrale zurzeit in den betroffenen Zweigstellen per Plakat oder Handzettel über die Veränderungen. „Mit der neuen Filiale im attraktiven Umfeld des Erdbeerfeldes bieten wir Ihnen eine anspruchsvolle, bequeme und zukunftssichere Anlaufstelle für Ihre täglichen Geldgeschäfte“, heißt es dort. Der neue Standort werde allen Anforderungen an zeitgemäße Bankdienstleistungen gerecht, er werde die Qualitätsansprüche der Kunden erfüllen, ergänzt der Sprecher. Dazu gehörten auch großzügige und diskrete Beratungsräume. Neben mehr Beratungskapazitäten seien auch erweiterte Öffnungszeiten geplant. Die Förde-Sparkasse sei dann einschließlich der SB-Filialen im Umkreis von fünf Kilometern neun Mal vertreten: in Dänischenhagen, dreimal in Altenholz, in Kiel-Schilksee, Friedrichsort, Holtenau, Projensdorf und der Wik.