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Rendsburg Durfte der Laster die Gleise überqueren?
Lokales Rendsburg Durfte der Laster die Gleise überqueren?
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15:56 10.05.2019
Von Hans-Jürgen Jensen
Bei dem Unfall mit dem Regionalzug befand sich die Ramme auf dem Nachbargleis. Quelle: Carsten Rehder
Alt Duvenstedt

In einer Presseerklärung schreibt Tennet: "Es gibt und gab zu keiner Zeit eine Absprache zwischen Tennet und der Gemeinde Alt Duvenstedt oder dem Bürgermeister oder irgendeinem Dritten im Zusammenhang mit Schwertransporten über den genannten Bahnübergang. Jeder anderen Darstellung widersprechen wir nachdrücklich."

Der Schwertransporter war am Mittwoch unterwegs zu einer Tennet-Baustelle, die mehrere hundert Meter hinter dem Bahnübergang liegt. Er hatte eine 70 Tonnen schwere Ramme geladen. Ein in Richtung Hamburg fahrender Regionalzug prallte auf den Tieflader, während sich dieser auf dem Bahnübergang befand.

Bürgermeister stellte Strafantrag

Der Bürgermeister von Alt Duvenstedt, Peter Orda (SPD), erklärte am Donnerstag, aus seiner Sicht hätte der Schwertransporter den Bahnübergang gar nicht benutzen dürfen. Der Politiker stellte Strafantrag gegen Unbekannt. Er will wissen, wer den Transport genehmigt hat.

Der Bahnübergang sei wegen seiner steilen Zufahrten nicht geeignet für solche Schwertransporte, sagt Orda. Dieser dringenden Empfehlung seiner Gemeinde habe die Firma Tennet im August vergangenen Jahres zugestimmt.

Tennet: Es gab keine Absprache

Eine solche Absprache wäre - wenn es sie denn gegeben hätte - rechtswidrig, sagt Tennet-Sprecher Mathias Fischer. Es liege "außerhalb der Befugnisse und Möglichkeiten von Tennet, die behördlich festgelegten und vorgeschriebenen Transportrouten zu verändern". Das Unternehmen halte sich "an die behördlichen und gesetzlichen Vorgaben".

Allerdings sei Tennet bekannt, "dass es ein Ansinnen des Bürgermeisters von Alt Duvenstedt gab, den besagten Bahnübergang nicht zu nutzen". Die Entscheidung liege aber bei den Behörden, die Schwertransporte genehmigen und deren Routen festlegen.

"Subunternehmen führt Transporte aus"

Für die eigentlichen Transporte habe Tennet ein Spezialtransportunternehmen beauftragt. Dieses sei "verantwortlich, die Routen zu beantragen und die behördlich festgelegten Routen und die genehmigungsrechtlichen Vorgaben einzuhalten".

Immer wieder gibt es schwere Unfälle an Bahnübergängen.

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